| 19:08 Uhr

Eine gewonnene Zitterpartie

Das goldene Tor: Völklingens Nico Zimmermann (rechts) schickt den Gonsenheimer Torhüter Paul Simon beim Elfmeter in die falsche Ecke und trifft zum 1:0. Foto: Ruppenthal
Das goldene Tor: Völklingens Nico Zimmermann (rechts) schickt den Gonsenheimer Torhüter Paul Simon beim Elfmeter in die falsche Ecke und trifft zum 1:0. Foto: Ruppenthal FOTO: Ruppenthal
Völklingen. Fußball-Oberligist Röchling Völklingen kann zu Hause auch noch ohne ein Gegentor gewinnen. Gegen den SV Gonsenheim geriet der Tabellenvierte zwar mehrfach ins Schwimmen, siegte aber trotzdem mit 1:0. David Benedyczuk

Die Schlussminuten waren eine echte Zitterpartie: Erst musste Philippe Stelletta, der Torwart von Fußball-Oberligist Röchling Völklingen , bei einem Kopfball von Maziar Namavizadeh in der Nachspielzeit blitzschnell die Hände nach oben bringen. Kurz danach vergab Stefano Pennella auch die letzte Chance für die Gäste vom SV Gonsenheim, als er einen Freistoß von der Strafraumgrenze über den Kasten pfefferte - dann war Schluss und der Sieg des SV Röchling in trockenen Tüchern. Das 1:0 am Samstag war für den Tabellenvierten im siebten Heimspiel das erste zu Null der Saison.



Doch danach sah es vor allem in der zweiten Hälfte phasenweise überhaupt nicht aus. Trotz ihres Pokalspiels unter der Woche, als die Gonsenheimer beim ASV Fußgönheim erst im Elfmeterschießen die nächste Runde erreicht hatten, drängten sie Völklingen in die eigene Hälfte und kamen zu Chancen: Namavizadehs Versuch aus sieben Metern rauschte von Moritz Zimmer abgefälscht haarscharf vorbei (74.). Wenig später tankte sich der eingewechselte Damir Bektasevic durch, dessen Ablage hämmerte Ertan Ekiz aus 17 Metern über Stellettas Kasten (81.). So blieb es beim goldenen Tor durch Nico Zimmermann, der in der 36. Minute einen an Artur Schneider verursachten, etwas strittigen Elfmeter ins linke untere Eck gesetzt hatte.

"Die Erleichterung ist groß", sagte Völklingens Christian Frank nach der überstandenen Zitterpartie: "Es wäre unsere eigene Schuld gewesen, wenn wir das nicht über die Runden gebracht hätten. Ich selbst hatte vor der Pause die Riesenchance zum 2:0." In der Endphase vergab der SVR zudem zwei Riesenkonterchancen. Zunächst brachte Dominic Altmeier den Ball nach Vorarbeit des eingewechselten Marvin Wollbold aus kurzer Distanz nicht über die Linie (85.), danach wurde Wollbolds Querpass auf Samir Louadj trotz Überzahl vor dem Tor noch geklärt (89.). Völklingens Trainer Günter Erhardt wäre wohl spätestens da ausgerastet, doch er hütete krank das Bett.

Auch die Zuschauer - nur gut 100 waren gekommen - ließen sich nicht gerade zahlreich blicken. Sie verpassten somit das geglückte "Trainerdebüt" von Sebastian Buhl, der mit Justin Erhardt und Rouven Weber das Team betreute - und nicht wirklich auf den Geschmack gekommen war: "An der Außenlinie ist es um einiges schlimmer als auf dem Feld", sagte Buhl, der nach der Pause im Zuge seiner Hochzeit wohl bald ins Tor zurückkehren dürfte, und ergänzte: "Gigi (Stelletta; Anm. d. Red.) hat ein super Spiel gemacht. Zwischen uns gibt es keine Probleme. Alles Weitere wird der Trainer entscheiden."

Der wird morgen wohl wieder dabei sein, wenn Völklingen zehn Tage nach dem 2:1-Auswärtssieg in der Liga zu Hause erneut auf Borussia Neunkirchen trifft und ab 19 Uhr um den Einzug ins Saarlandpokal-Achtelfinale kämpft.