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Trauer um Gitarrist und Konzert-Organisator Jürgen Rath

Jürgen Rath bei einem Auftritt im Alten Bahnhof Völklingen im Jahr 2014. Foto: Jenal
Jürgen Rath bei einem Auftritt im Alten Bahnhof Völklingen im Jahr 2014. Foto: Jenal FOTO: Jenal
Völklingen. Sein Markenzeichen, die Kult-Gitarre vom Typ Fender Stratocaster, schweigt für immer. Der Neunkircher Gitarrist Jürgen Rath ist am Wochenende im Alter von 57 Jahren völlig unerwartet an Herzversagen gestorben. In Völklingen war der Musiker mit den langen grauen Haaren nicht nur als gefühlvoller Gitarrist bekannt. Meist hat er in der Mittelstadt mit der Blies-Blues-Band, mit JR and the Screamers und den Smokin' Strings gerockt. So war er Mit-Organisator der Konzertreihen Tuesday Station-Music im Alten Bahnhof und der Summer-Open-Airs im Schillerpark. Auch als Beschaller mit ausgeprägtem Gespür für den guten Ton war er bekannt. So hat er zum Beispiel beim Hüttenjazz im Weltkulturerbe Völklinger Hütte die dort auftretenden Jazz-Musiker , was die Tontechnik angeht, toll in Szene gesetzt. Akribisch hat er stets am Klang seiner Anlage gefeilt. Als Tüftler hat er sogar den in Fachkreisen geschätzten Verstärker "Rath-Amp" entwickelt. Seine Maxime auf der Bühne: "Du musst die Leute in deinen Bann ziehen wollen" - das hat er bis zuletzt geschafft. Wie überraschend Rath aus dem Leben gerissen wurde, belegt ein Blick auf seine Internetseite. Der viel beschäftigte Gitarrist hätte in den nächsten Wochen noch viele "Gigs" spielen sollen. Andreas Lang

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