Damit die Kröten sicherer wandern

Mehr als 300 Frösche und Kröten konnten Mitglieder der NABU-Ortsgruppe Köllertal bereits entlang der Landstraße in Richtung Völklingen einsammeln und gefahrlos zu ihren Laichplätzen bringen.

Jetzt sind sie wieder unterwegs zu ihren Laichplätzen: Kröten, Frösche, Molche und Lurche. Die Amphibien machen sich auf die Wanderschaft zu den Gewässern, in denen sie selbst geboren wurden, um ihre Eier abzulegen. Dass diese Wanderung oft mit erheblichen Gefahren für die Tiere verbunden ist, darauf wies Hans Joachim Schmitt, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe Köllertal, bei einem Pressetermin an der Verbindungsstraße von Püttlingen nach Völklingen hin.

"Hier, ebenso im Bereich der verlängerten Von-der-Heydt-Straße auf der Ritterstraße, müssen die Kröten und Frösche vielbefahrene Straßen überqueren, um überhaupt zum Laichplatz zu kommen", sagte Schmitt nach Mitteilung der Püttlinger Stadtverwaltung. Damit sie dabei nicht im wahren Sinne des Wortes unter die Räder kommen, dafür sorgen auch in diesem Jahr wieder ehrenamtliche Helfer vom NABU Köllertal. "Die Straße auf der Ritterstraße wurde für den Zeitraum der Krötenwanderung für den Durchgangsverkehr gesperrt, und hier, an der viel befahrenen Landstraße, haben wir Zäune aufgebaut und Eimer eingegraben, um die Tiere einzufangen und sie morgens und abends sicher auf die andere Straßenseite zu bringen", erklärte Schmitt.

So konnten die ehrenamtlichen Kräfte in diesem Jahr bereits mehr als 300 Tiere retten. Bis Mitte April läuft erfahrungsgemäß die Wanderung. Solange werden auch die Mitglieder des NABU Köllertal morgens und abends im Einsatz sein, um den Tieren bei ihrer Wanderschaft behilflich zu sein. Für die Stadt Püttlingen dankte Bürgermeister Martin Speicher dem NABU. Speicher appellierte an alle Autofahrer im Bereich der verlängerten Von-der-Heydt-Straße: "Bitte beachten Sie die Straßensperrung und nutzen Sie die Umfahrung. Hierdurch können Frösche und Kröten gefahrlos ihre Wanderung zu den Laichplätzen machen."