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"Die Schüler auf ihrem Weg bestärken"

"Die Schüler auf ihrem Weg bestärken"

Saarbrücken. "Man begegnet sich, arbeitet eine Weile zusammen. Der eine gibt, der andere nimmt. Nenn es Lehrer-Schüler-Verhältnis, denn sonst funktioniert das nicht", erklärt der Maler Francis Berrar. Lehren als Korrigieren der Schwächen und als Hilfe, um die Stärken herauszuarbeiten, so hat er es bei der Malerin und Zeichnerin Brigitte Martin gehalten

Saarbrücken. "Man begegnet sich, arbeitet eine Weile zusammen. Der eine gibt, der andere nimmt. Nenn es Lehrer-Schüler-Verhältnis, denn sonst funktioniert das nicht", erklärt der Maler Francis Berrar. Lehren als Korrigieren der Schwächen und als Hilfe, um die Stärken herauszuarbeiten, so hat er es bei der Malerin und Zeichnerin Brigitte Martin gehalten. Francis Berrar sah ihr Potenzial, und sie erkannte ihn als Instanz an. Selbstverständlich war das nicht für sie, erzählt Brigitte Martin: "Ich war eigen in der Annahme von Lehren anderer." Doch jetzt wollte sie wissen, "wollte diese Kunst verstehen." Zugleich nahm der Maler an, was sie tat. Beide bewegten sich aufeinander zu. Brigitte Martin lernte von der Art, wie er mit ihren Bildern umging. "Berrar war in der Lage, das Bild zu höhen", beschreibt sie diesen Vorgang, "indem er zum Weglassen oder Hinzufügen riet." Auf diese Weise lernte sie, ihre Bilder zu bauen. "Die Schüler auf ihrem Weg bestärken", nennt es Francis Berrar. Darauf kommt es ihm an. "Doch nach einer Weile ist der Punkt erreicht, an dem ich eigenständig werden musste mit meiner Arbeit", sagt Brigitte Martin. Sie suchte sich ein eigenes Atelier, das sie vor einiger Zeit in der BauWerkstadt Sulzbach, dem ehemaligen Schlachthof der Stadt, fand. Aus einer Position und einer anfänglich halben Position wuchsen zwei Positionen: die von Francis Berrar und die von Brigitte Martin. Gelegentliche Treffen nicht ausgeschlossen. Derzeit zeigen beide aktuelle Arbeiten im Atelier von Brigitte Martin. Was unterscheidet sie? "Ich bin weltnäher", meint die Malerin und setzt in ihren Bildern auf Stühle als Fixpunkte im Bildraum, während Francis Berrar sich dem Rahmen zuwendet und soweit als möglich seine Bildräume und Begriffe von Inhalten entkoppelt. Zwei Positionen eben. Ausstellungseröffnung am Freitag, 27. März, 18.30 Uhr, in der BauWerkstadt Sulzbach, Schlachthofstraße 11a. Die Ausstellung läuft bis 1. April; Öffnungszeiten Samstag und Sonntag von 11 bis 17.30 Uhr, Montag bis Mittwoch von 14 bis 17 Uhr.