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Klanggewaltige Rarität wird wieder flottgemacht

Klanggewaltige Rarität wird wieder flottgemacht

Hühnerfeld. Die katholische Pfarrkirche St. Marien Hühnerfeld beherbergt mit ihrer alten Hock-Orgel eine echte Rarität. Die in den Jahren 1930/31 von der Saarlouiser Firma Mamertus Hock + Co erbaute Orgel war mit 30 Registern die größte und gleichzeitig auch die letzte des seit 1833 bestehenden Unternehmens

Hühnerfeld. Die katholische Pfarrkirche St. Marien Hühnerfeld beherbergt mit ihrer alten Hock-Orgel eine echte Rarität. Die in den Jahren 1930/31 von der Saarlouiser Firma Mamertus Hock + Co erbaute Orgel war mit 30 Registern die größte und gleichzeitig auch die letzte des seit 1833 bestehenden Unternehmens. Nachdem das imposante Instrument immer wieder durch Grubensenkungen und Kriegseinflüsse Anlass zur Sorge gab und sich schließlich um die Jahrtausendwende in recht bedenklichem Zustand befand, entschloss sich die Pfarrgemeinde auf der Grundlage eines Gutachtens aus dem Jahre 2002 zur umfassenden Sanierung und Restaurierung. Seit 2004 sammelt der eigens gegründete Orgelbauverein Spenden für die Restaurierung. Und nun konnte der Vorsitzende des Orgelbauvereins, Heribert Bohn, vermelden, dass die Finanzierung des zweiten Bauabschnitts gesichert ist. Mit 3000 Euro Zuschuss unterstützt die saarländische Landesregierung den zweiten Bauabschnitt, nachdem bereits 2500 Euro Landesmittel in den ersten Bauabschnitt geflossen sind. Der Chor Intermezzo veranstaltete unter der Leitung von Michael Sobisiak ein Benefizkonzert, bei dem eine Gruppe von Firmlingen Glühwein und Kuchen verkaufte. So kamen 735 Euro zusammen, die Heribert Bohn für den Orgelbauverein verbuchen durfte. Die Frauengemeinschaft trug sich derweil mit 500 Euro in die Spenderliste ein, der Kirchenchor mit 100 Euro. Eine weitere namhafte Spende stellte schließlich die Finanzierung des 25 000 Euro umfassenden zweiten Bauabschnitts sicher. Orgelbauer Thomas Gaida aus Wemmetsweiler hat inzwischen bereits mit den Arbeiten begonnen. Die Pfeifen der Register des Pedalwerkes sitzen schon fast alle an ihrer Stelle auf der Pedallade und die Register des zweiten Manuals wurden ganz abgebaut und von Thomas Gaida zur Restaurierung mit in die Orgelbauwerkstatt genommen. Es wird mit einem Abschluss der Arbeiten im zweiten Bauabschnitt noch im laufenden Jahr gerechnet. Damit dürfte der Spendenhunger des Orgelbauvereins jedoch noch lange nicht gestillt sein. Die "alte Dame" wird wohl immer wieder ein entsprechendes Lifting brauchen, damit ihr Klang noch viele Jahre die Gläubigen erbauen und gemeinsam mit ihnen das Lob Gottes verkünden kann.