1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Sulzbach

Schreckliches Unwetter über dem grasgrünen Regenwald

Schreckliches Unwetter über dem grasgrünen Regenwald

Sulzbach. Albert saß gerade vor dem Fernseher und guckte einen spannenden Krimi, als das Telefon klingelte. Nur schwer konnte er sich von dem Film losreißen, denn es war eine spannende Szene. Wie er am Telefon angekommen war, hob er den Hörer ab und sagte gelangweilt: "Sie sprechen mit Albert Müller." "Moin, Albert, ich bin's, dein Freund Dagobert

Sulzbach. Albert saß gerade vor dem Fernseher und guckte einen spannenden Krimi, als das Telefon klingelte. Nur schwer konnte er sich von dem Film losreißen, denn es war eine spannende Szene. Wie er am Telefon angekommen war, hob er den Hörer ab und sagte gelangweilt: "Sie sprechen mit Albert Müller." "Moin, Albert, ich bin's, dein Freund Dagobert. Ich wollte dich fragen, ob du mit mir eine Reise nach Neuguinea machen willst. Da du Fotograf bist, dachte ich, dich könnte das interessieren." "Ja, klar, gerne, wann geht es denn los?" "Jetzt! Pack schnell deine Koffer, dann lande ich mit meinem Flugzeug in deinem Garten." Inzwischen hatte er den Krimi vergessen und packte seine sieben Sachen ein. Dann lief er mit schnellem Schritt in den Garten. Da sah er schon den Privatjet seines Freundes Kurs auf seinen Garten nehmen. Nach etwa einer halben Minute standen Dagobert und sein Mini-Flugzeug auf dem Boden, und Albert stieg ein. Es war sonnig, und sie dachten, es wäre ideales Wetter. Als sie gerade über einen grasgrünen Regenwald flogen, kam ein schreckliches Unwetter auf. Zu allem Übel stieg auch noch grau-schwarzer Rauch auf. Das Flugzeug verlor langsam an Höhe. Die beiden Freunde bekamen Panik und wussten einfach nicht, was sie tun sollten. Da war es auch schon passiert: Das Flugzeug stieß mit einem ohrenbetäubenden Geräusch auf den Boden. Albert flog mit Höchstgeschwindigkeit gegen die Tür. Dagobert dagegen konnte sich im letzten Moment noch an der Lehne eines Stuhles festhalten. Als er sich erholt hatte, suchte er seinen Freund. Er fand ihn ohnmächtig an der Tür liegen. Ein Glück, dachte er, dass ich früher Assistent eines Arztes gewesen bin. In kurzer Zeit hatte Dagobert Albert wieder aufgepäppelt. Dann stießen sie auf ein weiteres Problem: Wie sollten sie heil aus dem Urwald herauskommen? Denn das Funkgerät, das Dagobert hatte, hatte durch den Sturz Schaden genommen. Später kamen sie zu dem Schluss, dass sie nach Menschen suchen wollten. Als sie mehrere Stunden gegangen waren, hörten sie laute Musik. Natürlich hofften sie dort auf eine Rettung und liefen in diese Richtung. Dagobert und Albert sahen, dass die schöne Melodie von Menschen auf einer Lichtung stammt. Sie begrüßten die Personen gleich, aber die schienen nicht sehr erfreut über das Auftauchen der beiden und fesselten sie. Ein Übersetzer war auch in der Gruppe und erklärte ihnen nicht gerade freundlich, dass sie abends eine Aufgabe bestehen müssen, sonst wird ihnen ein böses Unglück widerfahren. Als die Sonne unterging, bekamen sie fünf Grillen als Abendbrot. Als sie die aufgegessen hatten, mussten sie sich die Aufgabe anhören und sie dann bewältigen. Ihr Auftrag hieß, einen Bären zu erlegen. Davor hatten sie einen Wunsch frei. Sie überlegten fieberhaft, was sie sich wünschen sollten. Da fiel Albert ein Wunsch ein: Er sagte zu dem Übersetzer: "Wir wollen noch einmal mit unseren Familienmitgliedern reden, falls der Bär uns erlegt statt wir ihn." Also führte einer der Stammesmitglieder sie in ein Zelt. Dort riefen sie die Polizei an und erklärten ihr den Weg nach Neuguinea. Als sie wieder draußen standen, meinte Dagobert: "Können wir nicht morgen Mittag die Aufgabe erledigen? Dann erlegen wir auch zwei Bären." Die Bewohner waren einverstanden. In der Nacht blieben die beiden Deutschen auf, denn die beiden rechneten jede Minute mit der Polizei. Die Inselbewohner hatten keinen Verdacht geschöpft, sie schliefen alle schon. Plötzlich hörten sie ein Rascheln, und vier Männer in grüner Uniform standen vor ihnen. Es waren die Polizisten. Albert und Dagobert standen auf und folgten den beiden Männern. Wenige Minuten später wachte ein Wächter auf, um nach den Gefangenen zu sehen. Da sah er, dass sie weg waren. Schnell weckte er auch noch andere auf. Sie verfolgten die Flüchtlinge. Die große Jagt begann. Einer der Polizisten merkte es zuerst. Sie fingen an zu laufen. Albert fragte hechelnd: "Wie weit ist es noch zu dem Flugzeug?" "Ungefähr 200 Meter noch." Der Abstand verringerte sich zunehmend zwischen den beiden Parteien. Als das Flugzeug in Sicht war, waren nur noch 10 Meter Abstand. Als sie dann endlich am Flugzeug waren, rissen sie die Türen auf, stürzten hinein und hoben ab. Leider hatte Dagobert den Fuß nicht schnell genug eingezogen und einer der Ureinwohner baumelte daran. Der Fotograf schüttelte sein Bein hin und her, bis der Inselbewohner endlich losließ. Nachdem das geschafft war, hatten sie eine schöne Heimreise. Zuhause vermisste man sie schon, und sie wurden freundlich in Empfang genommen. Alle wollten wissen, wie das Abenteuer verlaufen war.Linda Lies (10), Klasse 4.3 der Sulzbacher Mellinschule