Maroder Fußballplatz wird saniert: Kein Kunstrasen auf dem Sportplatz am Waldhaus

Maroder Fußballplatz wird saniert : Kein Kunstrasen auf dem Sportplatz am Waldhaus

Der Saarländische Fußballverband (SFV) hat kein Interesse mehr daran, den oberen Tennenplatz der Sportanlagen am Meerwiesertalweg in einen Kunstrasenplatz umzubauen. Saarbrückens Sportamtschef Tony Bender unterrichtete am Mittwoch den Sportausschuss des Stadtrates über die jüngste Stellungnahme des SFV zu diesem Thema. Damit zeichnet sich ein Ende der Hängepartie um den maroden Fußballplatz ab.

Die Stadt habe bereits vor der SFV-Entscheidung ein Angebot eingeholt, zu welchen Kosten der obere Tennenplatz vorläufig saniert werden könne. Das Angebot, so Bender, habe damals bei 60 000 Euro gelegen. Zu teuer für eine Zwischenlösung habe damals das Urteil gelautet. Da ein 350 000 Euro teurer Umbau in einen Kunstrasenplatz nach der SFV-Entscheidung in weite Ferne gerückt ist, soll laut Verwaltung die Sanierung angegangen werden. Im Haushalt stünden dafür 80 000 Euro bereit. Zusammen mit dem Grünamt will das Sportamt jetzt die entsprechenden Angebote einholen.

Weiter soll die Sportanlagen künftig noch für Wurfdisziplinen genutzt werden. In Zusammenarbeit mit dem Landessportverband und dessen Olympiastützpunkt scheint sogar der Bau eines Wurfhauses möglich. Bender bezeichnet diesen als Bretterbude, die den Wurfring „umhaust“ damit auch bei schlechter Witterung trainiert werden kann. In dem die Techniken für Speer-, Diskus- und Hammerwurf unter besonders guten Bedingungen trainiert werden können. Der Sportausschuss hatte vom mündlich vorgetragenen Sachstandsbericht nur Kenntnis zu nehmen, keine Entscheidung zu treffen.

Außerdem stand eine weitere Sportanlage im Fokus des Sportausschusses. Die Sportstätte am Kieselhumes sollen Busse demnächst nicht mehr über das Wohngebiet anfahren, sondern über die Straße am Kieselhumes. Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz hatte zuletzt im Rahmen ihrer Stadtteilrundgänge eine entsprechende Lösung mit den Betroffenen erarbeitet. An der entsprechenden Stelle müsse lediglich eine Schwelle eingebaut werden. Einer Testphase stehe somit nichts mehr im Wege.