Filmreihe „Künstliche Intelligenz im Kino“: Forscher kommentieren die Sichtweisen der Traumfabrik

Filmhaus Saarbrücken : Wenn die Wirklichkeit die Science Fiction einholt

Heute startet im Saarbrücker Filmhaus die Reihe „Künstliche Intelligenz im Kino“. Filme mit wissenschaftlicher Begleitung.

(red) Künstliche Intelligenz (KI) dient Menschen heutzutage als digitaler Assistent, sie überwacht Gesichter und prüft unsere Kreditwürdigkeit. Das Potenzial dieser Technologie fasziniert auch Filmschaffende. Deshalb startet im Saarbrücker Filmhaus am heutigen Mittwoch, 13. März, eine wissenschaftlich begleitete Filmreihe zum Thema.

In den vergangenen Monaten waren die Fortschritte so gewaltig, dass sich die Frage stellt, ob die Realität die Fiktion auf der Kinoleinwand nicht längst überholt hat. Dieser Frage wird auch in der Filmreihe „KI im Kino“ gestellt, die das Filmhaus in Saarbrücken zusammen mit dem Kompetenzzentrum für Informatik der Universität des Saarlandes und dem Deutsch-Amerikanischen Institut Saarland veranstaltet.

Nach jedem Film gibt eine Forscherin oder ein Forscher Auskunft darüber, wie sehr der Film aktueller Forschung entspricht. Der Eintritt ist frei.

Mit „Ex Machina“, einem britischen Film des Regisseurs Alex Garland, aus dem Jahr 2015 startet die Filmreihe heute um 18.30 Uhr im Kino Filmhaus in der Mainzer Straße 8. Der Film spielt in Norwegen und London und behandelt die Frage, wie Maschinen Bewusstsein entwickeln und welche Konsequenzen für Menschen daraus entstehen. Im Anschluss kommentiert Stephanie Catani, Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft.

Insgesamt umfasst die Reihe acht Filme, die überwiegend im vergangenen Jahrzehnt produziert wurden. „Das Morgan Projekt“ aus dem Jahre 2016 gehört ebenso dazu, wie „Chappie“ aus dem Jahr 2015 und der inzwischen realitätsnahe Film „Her“.

Mit dem ab sechs Jahren erlaubten Trickfilm „Ralph reicht’s“ spricht die Reihe auch Kinder an, der Film „Robot und Frank“ ist für das ältere Publikum gedacht. Eine Ausnahme in punkto Produktionsjahr bildet lediglich „Blade Runner“ von Regisseur Ridley Scott. Der 1992 produzierte Klassiker wird als „Director’s Cut“ gezeigt.

„Uns war wichtig, neuere Filme zu zeigen, die auch Jugendliche ins Kino locken können“, erklärt Filmhaus-Chefin Christel Drawer, die zusammen mit dem Kompetenzzentrum Informatik an der Saar-Universität diese Filmreihe zusammenstellte. Das Deutsch-Amerikanische Institut Saarland e.V. unterstützt die Filmreihe, so dass bis auf den Kinderfilm alle Filme in Originalversion mit deutschen Untertiteln gezeigt werden können. „Damit möchten wir auch Science-Fiktion-Fans ansprechen, die den Film schon einmal gesehen haben“, sagt Drawer.

Nach dem Film beantworten die  Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Universität des Saarlandes und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) auch Fragen aus dem Publikum.
www.filmhaus-saarbruecken.de

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