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Riegelsbergerinnen überraschen sich selbst

Die Riegelsbergerin Melanie Klein (Zweite von rechts) schirmt den Ball gegen die Würzburgerin Maria Ansmann (rechts) ab. Klein und ihre Mitspielerinnen hatten die Partie beim 3:0-Erfolg insgesamt gut im Griff. Foto: Schlichter
Die Riegelsbergerin Melanie Klein (Zweite von rechts) schirmt den Ball gegen die Würzburgerin Maria Ansmann (rechts) ab. Klein und ihre Mitspielerinnen hatten die Partie beim 3:0-Erfolg insgesamt gut im Griff. Foto: Schlichter FOTO: Schlichter
Riegelsberg. Der 1. FC Riegelsberg steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Die Elf von Trainer Dirk Dattge besiegte den ETSV Würzburg mit 3:0 (1:0). „Dass wir so klar gewinnen, hätten wir nicht gedacht“, erklärte Cindy Hugel. Mirko Reuther

Die Spielerinnen des Fußball-Regionalligisten 1. FC Riegelsberg waren offenbar von ihrer Leistung überrascht. "Nein, dass wir so klar gewinnen, hätten wir nicht gedacht", sagte Stürmerin Cindy Hugel staunend nach dem 3:0 (1:0)-Heimsieg in Runde eins des DFB-Pokals gegen Zweitliga-Absteiger ETSV Würzburg. Sie hatte die Partie am vergangenen Sonntag in der 78. Minute entschieden. Laurie Paczesny flankte von der linken Seite, Hugel köpfte den Ball über die aus dem Tor eilende ETSV-Schlussfau Alexandra Hetterich - das 2:0. "Die Flanke war perfekt. Und der Kopfball ist meine Stärke", sagte Hugel vor Freude strahlend. Danach war der Widerstand der Gäste gebrochen. Alessia Jochum erzielte in der Nachspielzeit auf Vorlage von Sandra Enz noch das 3:0.


Der klare Endstand täuscht darüber hinweg, dass die Gäste in Halbzeit eins ein Gegner auf Augenhöhe waren. "Da hatten sie sogar ein bisschen mehr vom Spiel", sagte Riegelsbergs Trainer Dirk Dattge. Der FC hatte vor etwa 150 Zuschauern durch Vivien Poertner die erste Torchance (10. Minute). Doch danach musste die Defensive um Spielführerin Anika Scherer Schwerstarbeit verrichten. Torfrau Lara Peehs klärte stark gegen Würzburgs Vanessa Heider (19.). Und Enz klärte einen Schuss auf der Torlinie (22.). "Bietet euch an, verlangt die Bälle, mehr Bewegung", forderte Dattge in der Phase des Spiels. "Wir haben die Räume nicht geschlossen bekommen und sind deshalb oft hinterher gelaufen", analysierte der Trainer, dessen Elf kurz vor der Halbzeit trotzdem in Führung ging. Alessia Jochum trieb den Ball durchs Mittelfeld. Sie spielte in den Lauf von Vivien Poertner. Die Flügelspielerin nahm den Ball mit und traf aus 14 Metern zum 1:0 (44.).

In Halbzeit zwei verlief die Partie zunächst ausgeglichen. Süd-Regionalligist Würzburg hatte eine gute Chance durch Heider (55.). Auf der Gegenseite hatte Lena Butler zweimal binnen einer Minute das 2:0 auf dem Fuß (57. und 58.). Einmal wurde es für Südwest-Regionalligist Riegelsberg richtig brenzlig. Würzburgs Theresa Damm lief von halblinks allein auf das Tor zu, drosch das Leder Richtung kurzes Eck - doch Peehs reagierte glänzend (69.).

Im Anschluss schwanden bei den Gästen die Kräfte. Riegelsberg war konditionell überlegen, vergab aber mehrere Chancen. Doch Hugel entschied mit ihrem Kopfballtor schließlich das Spiel. "Als es nicht so gut lief, haben wir gekämpft, später haben wir richtig guten Fußball gespielt", sagte die Stürmerin. "In Halbzeit zwei waren wir viel konsequenter und zielstrebiger", ergänzte Dattge.

Die zweite DFB-Pokalrunde wird am 8. und 9. Oktober ausgespielt. Der Gegner ist noch nicht ausgelost. Am kommenden Sonntag steht für Riegelsberg der Auftakt in der Regionalliga-Saison an. Um 13 Uhr ist der SC Siegelbach zu Gast.