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Pauline Schäfer
Pauline Schäfer und der TV Pflugscheid-Hixberg

Schwestern und Turnerinnen: Helene (li.) und Pauline Schäfer.
Schwestern und Turnerinnen: Helene (li.) und Pauline Schäfer. FOTO: Andreas Engel
Riegelsberg. Im Gespräch mit Weltmeisterin Pauline Schäfer. Von Fredy Dittgen

Pauline Schäfer begann im Alter von fünf Jahren,  beim TV Pflugscheid-Hixberg zu turnen. Entdeckt wurde sie von Gisela Heller. Als junge Turnerin wohnte Pauline zunächst in Obersalbach, seit 2012 in Bierbach. Derzeit hat sie ihren Lebensmittelpunkt in Chemnitz, wo sie das Sportgymnasium besucht und sich aufs Abitur vorbereitet. Die Ausnahmeturnerin gewann im vergangenen Jahr bei den Weltmeisterschaften in Montreal die Goldmedaille am Schwebebalken und ist damit erst die dritte deutsche Turnerin – nach Erika Zuchold 1970 und Maxi Gnauck 1981 –, der dieser Erfolg vergönnt war. Sie kreierte sogar ein eigenes Turnelement: Der „Schäfer“ ist ein Seitwärts-Salto mit halber Drehung. Bei der Wahl zur deutschen Sportlerin des Jahres 2017 belegte die jetzt 21-Jährige im Dezember den zweiten Rang.


Welchen Bezug hat Pauline noch zum Riegelsberger TV Pflugscheid-Hixberg? „Dieser Verein bleibt meine alte Heimat, Chemnitz ist meine Wahlheimat, ist mein Trainingsort, aber ich komme immer wieder gerne nach Riegelsberg.“ Dass sie diesmal Zeit hat, den Ball des Sports zu besuchen, war ein glücklicher Zufall: „Ich hab derzeit ein Trainingslager in Frankfurt, da hat es sich angeboten, heute Abend hier vorbei zu schauen.“

Wenn man so viele Medaillen gewonnen hat und bei der Wahl zum Sportler des Jahres 2017 auf Bundesebene Zweite wurde, welchen Stellenwert hat dann eine Ehrung beim Ball des Sports? „Das ist und bleibt was besonders. Seit ich hier im Verein bin, war ich dabei, wann immer es möglich war. Es macht mir nach wie vor Riesenspaß.“

Denkt eine 21-Jährige auch schon an die Zeit nach dem Sport? „Auf jeden Fall. Im Turnen kann immer was passieren; eine schwere Verletzung, und es kann vorbei sein. Finanziell abgesichert ist man auch als Turnweltmeisterin bei weitem nicht. Deshalb ist es mir wichtig, mein Abitur zu machen und mich auf mein Berufsleben vorzubereiten.“ Wohin dieser Weg führen wird, weiß Pauline Schäfer aber noch nicht: „Ich konzentriere mich jetzt vor allem auf Olympia 2020 in Tokio. Was danach kommt, wird man sehen.“