| 20:27 Uhr

"Eine Erfolgsgeschichte"

Riegelsberg. "Die ABG ist eine Erfolgsgeschichte für Riegelsberg und Heusweiler", sagte Bürgermeister Klaus Häusle in der Gemeinderatssitzung. Der Rat hatte sich mit dem Beteiligungsbericht der Gemeinde an der ABG (Ausbildungs- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft Heusweiler/Riegelsberg) sowie dem Wirtschaftsplan der ABG für 2013 beschäftigt

Riegelsberg. "Die ABG ist eine Erfolgsgeschichte für Riegelsberg und Heusweiler", sagte Bürgermeister Klaus Häusle in der Gemeinderatssitzung. Der Rat hatte sich mit dem Beteiligungsbericht der Gemeinde an der ABG (Ausbildungs- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft Heusweiler/Riegelsberg) sowie dem Wirtschaftsplan der ABG für 2013 beschäftigt. Quer durch Verwaltung und Rat gab es dabei viel Lob für die Gesellschaft.Häusle schilderte: "Die ABG gibt es seit 13 Jahren, sie hat sich in dieser Zeit gut entwickelt und einige kritische Situationen gemeistert. Die ABG ist strukturell gesund, die Geschäftslage stabil." Durchgängig habe die ABG Gewinne gemacht - allein 109 000 Euro im Jahr 2011. Für 2013 wird jedoch ein geringer Verlust von 23 000 Euro erwartet.


Der Schwerpunkt der ABG-Arbeit liege auf der Nachmittagsbetreuung: "263 Riegelsberger Schüler werden im Bereich der Freiwilligen Ganztagsschulen betreut. Das ist eine Riesenzahl, das hätte man sich vor zehn Jahren nicht träumen lassen", so Häusle. Tätig ist die ABG außerdem beim Betrieb einer Gebrauchtwarenbörse ("Guddes"), im Bereich der Ein-Euro-Arbeitsplätze und der Bürgerarbeitsplätze. Die Ein-Euro-Jobber werden im Schwimmbad, auf dem Wertstoffhof und der Kompostieranlage eingesetzt. "Ihnen ist es zu verdanken, dass diese Anlagen in einem so hervorragenden Zustand sind", hob Häusle hervor.

Bürgerarbeitsplätze befinden sich auch am Premiumwanderweg, am Sportplatz, Hindenburgturm, der Lampennester Hütte und dem Spielplatz Pflugscheidschule. Allerdings deutete Häusle an, dass die Zahl der Ein-Euro-Arbeitsplätze deutlich zurückgeführt wird und die Bürgerarbeitsplätze 2014 auslaufen. Deshalb werde die ABG verstärkt Wert auf den Ausbau der Nachmittagsbetreuung legen. Hier gebe es sogar schon eine Erfolgsmeldung: Die ABG ist jetzt auch an drei Grundschulen in Quierschied für die Nachmittagsbetreuung zuständig. "Wir sind auf diese Entwicklung stolz", betonte Häusle. Lob gab es auch von den Fraktionen.



So sagte Volker Christmann (CDU): "Die Nachmittagsbetreuung wird von der ABG in vorbildlicher Weise geleitet. Die Geschäftspolitik der ABG ist richtig." Jürgen Klein (FDP) schilderte: "Ich kann mich noch an die Anfänge erinnern, als wir mit Bauchweh dachten, das wird nichts mit der ABG, die wird immer teurer. Aber das war nicht so." Birgit Huonker (Die Linke) lobte das ABG-Team, "das sind Menschen, die sich mit Herzblut engagieren". Ingbert Horn (SPD) sagte: "Die ABG hat für Riegelsberg 16 000 Arbeitsstunden geleistet, das ist besonders erwähnenswert. Und wenn sich eine Gemeinde wie Quierschied die Grundschulen von unserer ABG betreuen lässt, ist das ein Qualitätsmerkmal." Jutta Christmann (CDU) hob hervor: "Die ABG spart der Gemeinde viel Geld. Kommunen, die Nachmittagsbetreuung selbst stemmen müssen, zahlen viel drauf und beneiden uns um die ABG." Einstimmig - bei Enthaltung der Grünen - stimmte der Gemeinderat dem Wirtschaftsplan 2013 zu. dg

Hintergrund

Wahl zum ABG-Beirat: Die Riegelsberger Ortsvorsteherin Monika Rommel (SPD) wird die Gemeinde Riegelsberg bis zur Kommunalwahl 2014 im Beirat der Ausbildungs- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft Riegelsberg/Heusweiler vertreten. Sie rückt für Robert Klein (SPD) nach, der sein Mandat wegen eines Wohnortwechsels niedergelegt hatte. Der Gemeinderat bestimmte Rommel in geheimer Wahl mit 28 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen zum neuen Beiratsmitglied. Die geheime Wahl war notwendig, weil die offene Abstimmung ohne Einstimmigkeit geblieben war: Jürgen Klein und Hartmut Huber (beide FDP) hatten nicht für Rommel votiert. Und bei dieser offenen Abstimmung ist laut Kommunalem Selbstverwaltungsgesetz (KSVG) Einstimmigkeit vorgeschrieben. Bei geheimer Wahl reicht die einfache Stimmenmehrheit. dg