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CDU auf Kandidatensuche
CDU blickt voraus aufs Superwahljahr 2019

Beim Neujahrsempfang der CDU im Walpershofer Petrusheim, von links: Stephan Müller-Kattwinkel, Werner Hund, Ursula Herget-Wupper, Dr. Volker Christmann und der kleine Benedikt mit seinem Vater Ralph Schmidt.    
Beim Neujahrsempfang der CDU im Walpershofer Petrusheim, von links: Stephan Müller-Kattwinkel, Werner Hund, Ursula Herget-Wupper, Dr. Volker Christmann und der kleine Benedikt mit seinem Vater Ralph Schmidt.    FOTO: BeckerBredel
Walpershofen. Ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Riegelsberg wollen die Christdemokraten nach den Sommerferien nominieren. Von Fredy Dittgen

Rückblicke auf das alte und Ausblicke auf das neue Jahr standen im Mittelpunkt eines Neujahrsempfanges, den der CDU-Gemeindeverband Riegelsberg im Walpershofer Petrusheim ausrichtete. Der Gemeindeverbandsvorsitzende Dr. Volker Christmann ging in seinem Rückblick vor allem auf die Flüchtlingskrise und das Erstarken der AfD ein. Außerdem sprach er ausführlich über das Wirtschaftswachstum im Land und im Bund sowie über die Finanzprobleme der Kommunen.



In seinem Ausblick auf das neue Jahr widmete sich Christmann insbesondere der Interkommunalen Zusammenarbeit und dem „spannenden Wahljahr 2019“. In Sachen IKZ habe das Innenministerium ein Gutachten in Auftrag gegeben, das den Räten in Püttlingen, Riegelsberg und Heusweiler im Sommer vergangenen Jahres vorgestellt worden ist (die Saarbrücker Zeitung berichtete). „Jetzt sind die Bürgermeister in der Verantwortung, dieses Gutachten umzusetzen“, erklärte Christmann. Ein Einsparpotenzial sei dabei durchaus vorhanden, doch dieses Einsparpotenzial sei überschaubar. „Es liegt mittelfristig bei der Umsetzung aller Vorschläge zwischen 365 000 Euro und einer Million pro Jahr“, sagte er.

Das höre sich viel an, doch das seien lediglich durchschnittlich 13,65 Euro pro Kopf und Jahr: „Das sind überschaubare Beträge, die das Grundproblem der fehlenden Einnahmen in keiner Weise lösen. Trotzdem lohnt es sich, dieses Einsparpotenzial zu nutzen.“ Wichtig sei es, dass auch in Zukunft die Selbstverwaltungsangelegenheiten der Köllertalkommunen in den Stadt- und Gemeinderäten entschieden würden, betonte er. Insofern sei eine Fusion der drei Köllertalgemeinden für die CDU Riegelsberg kein Ziel, das man anstreben werde.

Wichtig sei es zudem, die kommunalen Strukturen so zu erhalten, dass sich der politisch interessierte und engagierte Bürger daran beteiligen kann. „Das dauerhafte bürgerschaftliche Engagement kann nicht durch Volksentscheide oder Direktwahlen von Bürgermeistern und Landräten ersetzt werden“, sagte der Gemeindeverbandsvorsitzende. 2019 werden Kommunalwahlen, Europawahlen und Bürgermeisterwahlen stattfinden. Auch in Riegelsberg wird der Bürgermeister gewählt.

Den CDU-Kandidaten werde man nach den Sommerferien nominieren, ebenso werden dann die Listen für die Ortsräte und den Gemeinderat aufgestellt. Christmann appellierte an alle CDU-Mitglieder: „Prüfen Sie, ob Sie Interesse haben, ein kommunales Mandat anzustreben. Wir freuen uns darüber, wenn sich ausreichend geeignete Kandidaten finden, die bereit sind, sich in der nächsten Legislaturperiode für die Allgemeinheit und die CDU einzusetzen.“ Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang vom Blasorchester Riegelsberg unter der Leitung von Barbara Rösner.