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Bürgermeisterwahl
„Kümmerin“ will Rathaus-Chefin werden

 Birgit Huonker ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Linke-Fraktion im Landtag.
Birgit Huonker ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Linke-Fraktion im Landtag. FOTO: Birgit Huonker / Pasquale D'Angiolillo
Riegelsberg. Birgit Huonker ist Mitglied der Linken, tritt im Riegelsberger Wahlkampf aber als unabhängige Kandidatin an. Von Fredy Dittgen

Birgit Huonker will am 26. Mai die erste Bürgermeisterin der Gemeinde Riegelsberg werden. Geboren wurde sie in Nordhausen (Harz), zog 1984 zunächst nach Baden-Württemberg, Anfang der 2000er Jahre nach Riegelsberg. Die Diplom-Kommunikationswissenschaftlerin war seit 1993 als Journalistin tätig.


Nachdem sie sich zuerst bei den Grünen engagiert hatte, wechselte sie 2007 zur Linken, zog 2009 sowohl in den Riegelsberger Gemeinderat als auch den saarländischen Landtag ein. Bei den Landtagswahlen 2012 verfehlte sie knapp den Wiedereinzug, rückte aber im Jahre 2013 für den verstorbenen Rolf Linsler in den Landtag nach. Bei der Kommunalwahl 2014 holte die Linke unter Huonker das beste Ergebnis für diese Partei landesweit. Seit 2017 arbeitet Huonker für die Landtagsfraktion der Linken als wissenschaftliche Referentin für die Bereiche Umwelt- und Verbraucherschutz, Justiz, Bauen, Grubensicherheit und Nachbergbau.

Bei der Bürgermeisterwahl tritt sie jedoch als freie Kandidatin an: „Ich möchte unabhängig von einer Partei und nur meinem Gewissen verantwortlich sein. Ich möchte Bürgermeisterin werden und keine Parteimeisterin.“ Ihre Schwerpunkte im Wahlkampf sind die Haushaltskonsolidierung, ein bürgerfreundliches Verkehrskonzept und wie bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum in Riegelsberg geschaffen werden kann. Zudem will sie Handel und Gewerbe fördern und gute Kita-Plätze schaffen. Auch der Umweltschutz  ist Huonker wichtig. Sie will eine intelligente Ampelschaltung mit Nachtabschaltung an der Saarbahnstrecke und gegen Raser in Wohngebieten vorgehen.



Ihren Wahlkampf bestreitet sie mit Hausbesuchen, Infoständen, Plakaten, Flyern und Auftritten in den sozialen Medien. Das Motto ihres Wahlkampfs lautet „Birgit Huonker – die kümmert sich“. Grund dafür sei, dass sie in Riegelsberg seit Jahren als „Kümmerin“ bezeichnet wird. Das kam so: „Die Leute sprechen mich oft an und schildern mir ihre Sorgen und Probleme. Dabei haben sie wahrgenommen, dass ich mich darum kümmere und ihnen Rückmeldungen gebe. Denn ich bin jemand, der nicht nur spricht, sondern auch etwas tut.“