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Mutige Ritter in der Burg Bucherbach

 Ein „Ritterkampf“ zwischen Konstanze und Levi mit Hilfe von Ludwig Heil vom Völklinger Verein Die Tafelrunde. Foto: Jenal
Ein „Ritterkampf“ zwischen Konstanze und Levi mit Hilfe von Ludwig Heil vom Völklinger Verein Die Tafelrunde. Foto: Jenal FOTO: Jenal
Köllerbach. Zum großen Ritterfest hatte der Kinderschutzbund aus Anlass des Weltkindertages in die Burg Bucherbach geladen. Unterstützt wurde er dabei vom Völklinger Verein Die Tafelrunde. Beim Fest wurden auch Pläne zur aufwendigen und auch behindertengerechten Umgestaltung des benachbarten Spielplatzes vorgestellt. Hartmann Jenal,Marco Reuther (SZ)

Der Kinderschutzbund Püttlingen feierte mit Unterstützung des Völklinger Vereins Die Tafelrunde ein großes Ritterfest in der Burg Bucherbach. Da gab es viel Spiel und Spaß für tapfere Nachwuchs-Ritter. Wenn auch für die kleine Konstanze die Waffen noch etwas zu schwer waren, als sie es bei den Ritterspielen mit "Ritter Levi vom Bogenschütz" aufnehmen wollte. Martina Ksinsik, Vorsitzende des Püttlinger Kinderschutzbund-Ortsvereins, hatte sich mit ihrem Team auch viele Gedanken gemacht, kindgerecht auf die Probleme von Kindern in der Welt hinzuweisen. Besonders am Herzen liegt ihr die geplante Umgestaltung des nahen Spielplatzes - der Erlös des Festes kommt mit in die Projekt-Kasse, und "von der Staatskanzlei haben wir schon mal 2000 Euro für das Projekt bekommen", freut sie sich, geht aber davon aus, dass insgesamt wohl 50 000 Euro zu veranschlagen sind.


Die Umgestaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt, des Kinderschutzbundes, der Köllertalschule, des Malstudios Pigmente und des Bündnisses für Familie. Ein wichtiges Ziel ist es, dass der Spielplatz barrierefreier und somit behindertengerecht wird. Bürgermeister Martin Speicher (CDU ) und der erste Beigeordnete Christian Müller - auch Leiter der Spielplatz AG des Stadtrates - stellten das Projekt zu beginn des Festes vor, Rainer Stein, Leiter des Eigenbetriebs Technische Dienste, steuerte schriftliche Informationen bei.

Einer der Gründe, besonderen Wert auf die Behindertentauglichkeit des Spielplatzes zu legen, ist die Nähe zur Köllertalschule (Staatliche Förderschule für geistige und motorische Entwicklung) mit ihren 150 Schülerinnen und Schülern, von denen etwa 50 auf Rollstühle angewiesen sind. Von den Schülern wird der Spielplatz sehr rege genutzt, die eigentlich kürzeste Verbindung besteht über das "Wiesenpfädchen". Dessen Bodenbelage lassen allerdings nur eine eingeschränkte Nutzung für Rollstuhlfahrer zu. So wurde, auf Initiative des Kinderschutzbundes und der Köllertalschule, mit der Stadtverwaltung das gemeinsame Projekt in Angriff genommen.



Der Stadtrat hat schon 2015 ein Konzept für alle städtischen Spielplätze beschlossen, bei dem aus finanziellen Gründen kleine Spielplätze aufgegeben werden. Im Gegenzug sollen andere aufgewertet werden, so auch der Spielplatz an der Burg, der als Hauptspielplatz in Köllerbach gilt. Somit sei die Spielplatz-Initiative genau zur richtigen Zeit gekommen, um gemeinsam möglichst viel zu erreichen.

Zu dem Projekt gehört auch eine Sanierung der öffentlichen Toilette am Spielplatz, eine behindertengerechte Toilette gebe es dort bereits. Derzeit ist die komplette Anlage mit Graffitis verunstaltet, was für einen entsprechend schlechten Eindruck sorgt, obwohl der Betrieb der Einrichtung von der Stadt aufrecht erhalten werde.

Wird das Toilettenhaus saniert, dann gibt es auch auf der dem Spielplatz zugewandten Seite eine Malaktion: Der Kinderschutzbund will in Kooperation mit Schülern der Köllertalschule und der Kyllberg-Grundschule die Wand durch Bilderplatten verschönern, als Kooperationspartner hilft dabei die nahegelegene Malschule Pigmente. Alle Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen.

 Auch Stockbrot-Rösten gehörte am Samstag zum Ritterfest in der Köllerbacher Burg Bucherbach. Foto: Jenal
Auch Stockbrot-Rösten gehörte am Samstag zum Ritterfest in der Köllerbacher Burg Bucherbach. Foto: Jenal FOTO: Jenal