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AfD in der Krise: Keine Alternative mehr fürs Köllertal

AfD in der Krise: Keine Alternative mehr fürs Köllertal

Der Riegelsberger AfD-Vorstand ist geschlossen aus der Partei ausgetreten, im Heusweiler Gemeinde- und im Püttlinger Stadtrat sind die AfD-Fraktionen Geschichte. Mit Bundes- und Landespartei will man nichts mehr zu tun haben.

Wie es aussieht, wollen die meisten Köllertaler Mitglieder der AfD (Alternative für Deutschland ) den Kurs der Bundespartei nach dem Führungswechsel nicht mehr mittragen. Der Riegelsberger AfD-Gemeindeverband hat sich in einer Sitzung am Mittwochabend aufgelöst, teilten (ehemalige) Vorstandsmitglieder mit.

Am Mittwochabend sei der komplette fünfköpfige Vorstand zurückgetreten, "ebenso sind alle Vorstandsmitglieder aus der AfD ausgetreten", heißt es im Schreiben des bisherigen Beisitzers Horst Altmeyer. Dass damit auch der Ortsverband am Ende ist, ergibt sich daraus, dass der Verband nur sieben Mitglieder hatte. Altmeyer: "Für einen Verbleib in der jetzigen AfD ist keine Grundlage mehr gegeben." Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Georg Müller schreibt zudem: "Wir bedauern, dass Kräfte die Partei übernommen haben, die deren Ziele ganz eigen auslegen", der Rücktritt des kompletten Vorstandes einschließlich der Vorsitzenden Carla König sei eine Reaktion auf die Entwicklung auf Bundesebene, aber an der Saar.

In Heusweiler war die AfD mit zwei Sitzen als Fraktion im Gemeinderat vertreten. Roland Wark, ehemaliger Schatzmeister der Saar-AfD, kündigt bereits seinen Parteiaustritt an und will parteiloses Mitglied im Gemeinderat bleiben, ebenso der Fraktionsvorsitzende Adrian Schuler.

Vorsitzender der zweiköpfigen Püttlinger AfD-Fraktion war Marc Oehlenschläger gewesen, der bereits von seinem Amt als 2. Vorsitzender im AfD-Kreisverband Saarbrücken-Land zurückgetreten war. Vor einigen Tagen ist er auch aus der Partei ausgetreten. Dem Stadtrat gehört er nun als parteiloses Mitglied an, da er sich weiter politisch engagieren wolle.