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SPD-Empfang
Peter Bauer zieht sich zurück und übergibt an Mirco Bertucci

Bei der Verleihung des „Kommunalen Bügeleisens“ (von links): Peter Bauer, Ros­witha Fischer, Mirco Bertucci und Charlotte Britz.
Bei der Verleihung des „Kommunalen Bügeleisens“ (von links): Peter Bauer, Ros­witha Fischer, Mirco Bertucci und Charlotte Britz. FOTO: Rich Serra
Saarbrücken. „Applaus, Applaus“ für den scheidenden SPD-Fraktionschef im Saarbrücker Rathaus, Peter Bauer. Den gab es mehrfach am vergangenen Freitag im Festsaal des Rathauses, wohin die SPD-Stadtratsfraktion zum Neujahrsempfang eingeladen hatte. Von Jörg Wingertszahn

„Applaus, Applaus“ für den scheidenden SPD-Fraktionschef im Saarbrücker Rathaus, Peter Bauer. Den gab es mehrfach im Festsaal des Rathauses, wohin die SPD-Stadtratsfraktion zum Neujahrsempfang eingeladen hatte. Angesichts der Tatsache, dass gleich acht Unterhändler aus dem Saarland an den Koalitionsverhandlungen in Berlin teilnähmen, „müsste doch auch für das Saarland und Saarbrücken was rausspringen“. Die Stadt brauche dringend Zuschüsse für den sozialen Wohnungsbau und kostenfreie Kindertagesstätten (Kita)s. Zudem wünscht er sich mehr Unterstützung für den dritten Arbeitsmarkt und eine Entschuldungsprogramm für verschuldete Kommunen. Applaus.


„Wir haben in der Bankenkrise vor einigen Jahren erlebt, dass plötzlich Milliarden Euro da waren, die kommen nun zurück. Wir brauchen einen Fonds, aus dem wir uns bedienen können, um Kredite zurückzahlen zu können.“ Saarbrücken müsse dynamisch wachsen. Dazu brauche es den Willen zu schnellen Entscheidungen und gezielte Investitionen. „Und wir brauchen einen klugen Umgang mit Vorschriften, die einen zum Beispiel zwingen, das Schulessen europaweit auszuschreiben. Oft beschäftigen wir uns mit der Bürokratie statt mit der Sache selbst.“ Applaus.

 Bauer wird nun etwas kürzertreten und sich  etwas aus „der Königsdisziplin der Politik, der Kommunalpolitik“, zurückziehen. Sein designierter Nachfolger, der 30-jährige Bankkaufmann Mirco Bertucci, überreichte zum Abschluss das „Kommumale Bürgereisen“ an das Projekt „Gemeinsam wohnen im Wittum“. Dort leben mittlerweile 36 Menschen, Männer, Frauen, Familien und Kinder. Alle Altersklassen sind vertreten. Gemeinsam organisieren sie ihren Alltag.