| 21:19 Uhr

Trainer hört nach zehn Jahren auf
Beim HSV Püttlingen geht die Ära Müller zu Ende

Er wird neuer Trainer des HSV Püttlingen: Miodrag Jelicic.
Er wird neuer Trainer des HSV Püttlingen: Miodrag Jelicic. FOTO: Thomas Wieck / Wieck
Püttlingen. Von Mirko Reuther

Der HSV Püttlingen hat in der Handball-Oberliga in der Partie gegen den Tabellenneunten SV 64 Zweibrücken Revanche für die 25:32-Niederlage in der Hinrunde genommen. Er gewann sein Heimspiel am Sonntag vor knapp 150 Zuschauern in der Trimmtreff-Halle mit 29:26 (13:14). „Eine bärenstarke Leistung von Lea Helle“ sei der Schlüssel zum Erfolg gewesen, lobt HSV-Trainer Hans-Werner Müller. Die Kreisläuferin erzielte sechs Tore.



„In der ersten Halbzeit hatten wir in der Abwehr ein paar Abstimmungsschwierigkeiten. Das können wir besser. Die Hauptsache ist, dass wir uns klar steigern konnten“, erklärt Helle. Ihre Mannschaft hatte vor der Pause mit den agilen Gästen zu kämpfen. Insbesondere aus dem Rückraum heraus erzielte der SV 64 Zweibrücken einfache Treffer. Nach 13 Minuten lag der HSV mit 5:7 zurück. Die Gastgeberinnen ließen sich aber nicht abschütteln. Im Gegenteil: Renata Szabo umkurvte zwei SV-Spielerinnen und glich zum 7:7 aus. Und Aline Kesller brachte den HSV von Linksaußen mit 8:7 in Führung (17. Minute).

Doch die Abwehr der Püttlingerinnen war weiter löchrig. Und vorne nutzten sie ihre Chancen nicht. Marion Müller traf kurz vor der Halbzeit den Pfosten. Blerta Ilazi brachte den Abpraller auch nicht im Tor unter. Zur Pause führte Zweibrücken mit 14:13. Nach dem Seitenwechsel stellte Püttlingen auf ein offensiveres Abwehrsystem um – und fortan dominierte der HSV die Partie. Kira Martin glich zum 14:14 aus. Wenig später warf Helle den HSV mit 18:15 in Führung. Als sie in der 43. Minute zum 21:16 traf und Szabo mit einem Lupfer das 22:16 folgen ließ, standen die Zeichen auf Sieg.

Doch mit der deutlichen Führung im Rücken agierte der HSV unkonzentriert. Zweibrücken bäumte sich auf und lag fünf Minuten vor dem Ende nur noch zwei Treffer zurück (26:24). „Gute Frage, was da schiefgelaufen ist. Vielleicht waren wir uns zu sicher und haben gedacht, jetzt spielen wir es locker zu Ende“, sagt Helle. Sie sorgte eine Minute vor dem Ende mit ihrem sechsten Treffer zum 29:25 endgültig für klare Verhältnisse.

Klare Verhältnisse herrschen auch in der Trainerfrage. Hans-Werner Müller wird das Amt beim HSV Püttlingen am Saisonende nach zehn Jahren abgeben. Er will sich vorwiegend um die wirtschaftlichen Belange des Vereins kümmern. Neuer Trainer wird Miodrag Jelicic. Der Mann von Ex-HSV-Spielerin Aleksandra Jelicic ist vereinslos. Er trainierte zuletzt bis Dezember 2016 die HSG Dudweiler-Fischbach.

Am kommenden Sonntag tritt der Tabellensechste HSV Püttlingen um 14 Uhr beim Schlusslicht SG Mainz-Bretzenheim II an.

Er hört als Püttlinger Trainer auf: Hans-Werner Müller.
Er hört als Püttlinger Trainer auf: Hans-Werner Müller. FOTO: Horst Klos (Klosfoto) / Horst Klos_Friedrich-Ebert-Str.2