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Kandidatur für SPD-Fraktionsvorsitz
Bertucci will SPD-Fraktionschef werden

Der Bankkaufmann Mirco Bertucci, 30, will Nachfolger von Fraktionschef Peter Bauer werden.
Der Bankkaufmann Mirco Bertucci, 30, will Nachfolger von Fraktionschef Peter Bauer werden. FOTO: Müller
Saarbrücken. Von Markus Saeftel

Mirco Bertucci, SPD-Stadtratsmitglied aus St. Arnual, kandidiert für den Fraktionsvorsitz und will Nachfolger von Peter Bauer werden. Der hatte seinen Rückzug von dem Posten zum Monatsende angekündigt (die SZ berichtete). In der Fraktionssitzung  wollte Bertucci seine Kandidatur bekanntgeben. Dann werde sich auch herausstellen, ob es Gegenkandidaten gibt.


Der neue Fraktionschef werde in der Fraktionssitzung am 5. Februar gekürt, sagte Bertucci. Er rechnet sich gute Chancen aus. Sprechen sich die Genossen für ihn aus, wäre das ein echter Generationswechsel. Er ist 30 Jahre alt, Bankkaufmann, arbeitet bei der Sparkasse Saarbrücken am Neumarkt und sitzt erst seit dieser Legislaturperiode im Saarbrücker Stadtrat. Dort ist der SPD-Ortsvorsitzende von St. Arnual nach eigenen Angaben Mitglied im Personal-, Finanz- und Rechnungsprüfungsausschuss. Bertucci ist auch Mitglied im Fraktionsvorstand und dort Kassierer.

Der SPD-Politiker gibt sich im SZ-Gespräch selbstbewusst. Auch mit 30 Jahren traue er sich zu, Verantwortung zu übernehmen und stehe für eine Verjüngung an der Fraktionsspitze. Bei den Saarbrücker Jungsozialisten (Jusos) war er von 2008 bis 2012 Vorsitzender, berichtet Bertucci. Außerdem saß er nach eigenen Angaben für die SPD in der vergangenen Legislaturperiode im Bezirksrat. Nach SZ-Informationen unterstützen ihn viele in der Saarbrücker SPD. Bertucci sagt, er habe vom derzeitigen Fraktionschef Peter Bauer sehr viel gelernt, betont aber: „Ich versuche, mehr ein Teamspieler zu sein.“ Doch er wisse, dass ein Fraktionschef auch mal einsame Entscheidungen treffen müsse. Wird er es schaffen, wie Bauer auch keinem Streit mit der Opposition aus dem Weg zu gehen? Bertucci: „Wir hatten auch in den Ausschüssen schon kontroverse Diskussionen.“