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Garelly-Haus in Saarbrücken
Festival macht Jugendkunst sichtbar

Mister One nennt sich dieser Graffiti-Künstler, der sich bei Label M kreativ betätigt und an Workshops vor dem Festival teilnahm.
Mister One nennt sich dieser Graffiti-Künstler, der sich bei Label M kreativ betätigt und an Workshops vor dem Festival teilnahm.
Alt-Saarbrücken. Musik, Tanz, Malerei: Garelly-Haus wird zum Schaufenster für wegweisende Kulturarbeit. Preisgekrönt ist sie schon. Von Silvia Buss

Das erste „Garelly Scene Festival“ startet an diesem Freitag, 31. August, im Alt-Saarbrücker Garelly-Haus. Dieses Festival, das die „Werkstatt für Jugendkultur – Label M“ veranstaltet, feiert an zwei Wochenenden – vom 31. August bis 2. September sowie am 7. und 8. September – die Jugendkultur in all ihren Formen. Es gibt Tanz-Darbietungen, eine große Kunstausstellung, Filme und jede Menge Konzerte. Das Besondere: Es ist ein Festival von Jugendlichen für Jugendliche.


Thomas Langhammer, Gisela Zimmermann und Ruken Tosun, die seit Jahren als „Label-M“-Team kreativ mit jungen Leuten arbeiten und ihnen mit der Werkstatt im Garelly-Haus eine Plattform für künstlerische Projekte bieten, haben das Festival von ihren jungen Akteuren weitgehend selbst planen und bestimmen lassen.

Sie wollen mit ihren Aktivitäten vor allem solche jungen Menschen erreichen, die keinen so leichten Zugang zur Kultur haben. Für ihr integratives Festival-Konzept haben sie im Dezember den mit 50 000 Euro dotierten Preis der Initiative „The Power of the Arts“ erhalten. Seitdem liefen die Vorbereitungen. „Im April haben wir eine Reihe von Workshops angeboten in Malerei, Kalligraphie, Tanz und Raumgestaltung“, sagt Langhammer. „Die dabei entstandenen künstlerischen Arbeiten fließen in das Festival ein.“ So treten zur Eröffnung am 31. August – und erneut zum Abschluss am 8. September – Workshop-Teilnehmer und zwei Dance-Crews mit Songwriting, Freestyle-Dance und Zumba auf.



Der Eröffnung folgt die Vernissage einer großen Ausstellung. Die Kunst von rund 20 jungen Leuten im Alter von 17 bis 28 Jahren ist bis zum Ende des Festivals im Garelly-Haus zu sehen.

Die acht Festival-Konzerte an den fünf Abenden stellen Musiker, Sänger und Bands vor, die allesamt aus dem Saarland kommen. Den Auftakt macht am 31. August ab 21 Uhr der in Saarbrücken aufgewachsene und in Berlin lebende Billheincock. Der deutsch-ghanaische Soul-, Hiphop-Sänger und Songwriter, der in deutscher Sprache singt, stellt seine neue Single „Open“ vor.

Rap und Trap, eine weitere Hip-Hop-Variante, sind die Spezialitäten der Saarbrücker Eros 66 und Leumas Shikamaru, die am Samstag, 1. September, ein Doppelkonzert geben. Den Konzert-Sonntag, 2. September, bestreiten die fünf Rock ’n’ Roller von Southern Caravan Breath und die Band „4 Fliegen“ mit Alternative Rock. Am Freitag, 7. September, geht es weiter mit den Label-M-Filmen „Heimaten“ und „Crossover Saarbrücken“, gefolgt von der Hiphop-Formation „2 Zimmer Gefüge“. Zum Abschluss am Samstag, 8. September, zeigen drei junge Frauen, was sie draufhaben. Begleitet von Max Popp und Lukas Scherer,  singen Elcy Jeanrond, Clemntine und Karla Lee Pop-, Jazz- und Soulstücke.

„Unser Ziel ist es, die Jugendkultur sichtbar zu machen“, erklärt Thomas Langhammer. Nicht nur junge Leute sind eingeladen, an den beiden Wochenenden die vielen kreativen Talente der Stadt zu entdecken.

Alles gratis: Der Eintritt zu allen Veranstaltungen des auch vom Regionalverband und Saartoto geförderten „Garelly Scene Festivals“ ist frei.