| 20:29 Uhr

Köllertal-Wetter
Polarluft und Schneeschauer kommen ins Köllertal

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Nach dem ersten Winter-Spuk sickerte zu Wochenbeginn am Rande des kräftigen Hochs Anke etwas mildere Nordseeluft ins Köllertal ein. Doch seit gestern wanderte das Sturmtief Walter vom Seegebiet bei Schottland rasch über die Nordsee nach Südnorwegen und zapft nun auf seiner Rückseite maritime Polarluft arktischen Ursprungs an. Diese Polarluft sorgt, mit einem ausgedehnten Höhentrog, am Wochenende bei uns für frühwinterlich-kaltes Wetter mit Schneeschauern.

Die weitere Entwicklung bleibt spannend, doch das winterliches Wetter könnte sich durchaus länger festsetzen. Denn anders als in den Vorjahren im Dezember, hat sich diesmal hoher Luftdruck über dem Atlantik von den Azoren bis Island eingestellt, der die milde, atlantische Westströmung nachhaltig blockieren kann. Dadurch haben wir es häufig mit einer Nordwest- bis Nordströmung zu tun, die feuchte Polarluft nach Mitteleuropa transportiert. Im großen und ganzen dürfte sich der Dezember bis über die Monatsmitte hinaus nass-kalt bis winterlich mit schwankender Schneefallgrenze zeigen – auf kurze, milde Einschübe mit Tauwetter sollen rasch wieder neue Kaltluftvorstöße folgen.



Heute überquert uns die Kaltfront von Orkantief Walter, bei wechselnder bis starker Bewölkung kommt es zu kräftigen Schauern, die von Regen und Schneeregen bis zum Abend zunehmend in Schnee übergehen. Bei Höchstwerten bis drei Grad ist es sehr windig mit starken bis stürmischen Böen aus West.

Am Samstag sorgt der mit sehr kalter Luft angefüllte Höhentrog bei vielen Wolken und Temperaturen um den Gefrierpunkt für weitere, teils heftige Schneeschauer, so dass sich durchaus eine Schneedecke bilden kann. Der auf nördliche Richtungen drehende Wind bleibt lebhaft und stark böig.

Am zweiten Advent kann es morgens noch schneien, dann wird es kurzzeitig trocken mit Aufhellungen, ehe mit Annäherung von Tief Xanthos die Bewölkung dichter wird und nachmittags neue Schneefälle bei Höchstwerten knapp unter null Grad einsetzen. Je nach genauer Zugbahn des Tiefs wird am Montag kurzzeitig mildere Luft wirksam, so dass der Schnee bei Temperaturen bis plus zwei Grad teils mit Regen vermischt sein kann. Bereits am Dienstag stößt wieder ein neuer Schwall Kaltluft auf der Rückseite  des Tiefs vor. Bis Ende der Woche bleibt es unbeständig und wolkenreich mit Niederschlägen, die bei Temperaturen von minus zwei bis plus zwei Grad mal als Schnee, mal als Schneeregen oder kurzzeitig auch als Regen fallen sollen.