Gemütlichkeit gegen Getümmel

SZ-Redakteurin Michèle Hartmann ist auf der Suche nach dem echten Advent.

Vorweihnachtlicher Stress - was soll das bedeuten? Sich ins geschäftliche Getümmel stürzen, wenn andere das auch tun? Sich den Kopf um Geschenke zerbrechen, die nicht selten niemand braucht? Berge von Nahrungsmitteln herbeischaffen, als gäbe es morgen nichts mehr zu essen? Und dabei soll sich auch noch Vorfreude einstellen aufs Christenfest? Es gibt zuweilen nichts Schlimmeres, als das, was man sich selber aufhalst, könnte man dazu sagen. Gehen wir's doch mal ruhig und gemütlich an, verzichten auf das, was vermeintlich alle erwarten. Schalten wir einfach einen Gang zurück und legen den Schwerpunkt auf innere Einkehr und Besinnlichkeit.Besinnlichkeit habe ich vor ein paar Tagen verspürt. Da gab es ein wunderbares Konzert in der prächtigen Basilika St, Johann mit Solisten und dem Vokalensemble 83. Das Gotteshaus war voll, die Besucher begeistert. Andächtig lauschten sie der Musik, die der Einstimmung aufs große Fest dienlich waren.

Und das ist genau die Gemütlichkeit, die die Adventszeit braucht. Und nicht den Konsumterror, der an fast jeder Ecke lauert - garniert mit dem unsäglichen ,,Ho ho ho!" penet-ranter Werbe-Weihnachtsmänner. In Kirchen und bei Konzerten kann man finden, was man so oft sucht: inneren Frieden und Gelassenheit. So wird es eine schöne Adventszeit.