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SV Auersmacher erwartet FC Rastpfuhl
Wie der Vater, so der Sohnemann

Felix Laufer jagt dem Ball hinterher. Der 22-Jährige jagt noch ein anderes Ziel – er will in die Oberliga aufsteigen. Denn diesen Erfolg hat ihm sein Vater Stefan mit dem SV Auersmacher voraus.
Felix Laufer jagt dem Ball hinterher. Der 22-Jährige jagt noch ein anderes Ziel – er will in die Oberliga aufsteigen. Denn diesen Erfolg hat ihm sein Vater Stefan mit dem SV Auersmacher voraus. FOTO: Heiko Lehmann
Auersmacher. Wenn Auersmacher den FC Rastpfuhl erwartet, wird Felix Laufer den SV wieder als Kapitän aufs Feld führen. Der 22-jährige Mittelfeldspieler wandelt auf den Spuren seines Vaters Stefan. Von Philipp Semmler

Dass ein Spieler mit gerade einmal 22 Jahren schon Kapitän einer Fußball-Mannschaft ist, das gibt es vor allem in höheren Ligen nicht oft. Felix Laufer hat dies geschafft. Vor der Saison wurde der Sportökonomie-Student von Trainer Andreas Wellner zum neuen Spielführer bestimmt. „Weil unser bisheriger Kapitän Phillip Hoffmann wegen Sprunggelenksproblemen kürzer treten muss“, berichtet Laufer. Über das Vertrauen seines Trainers freut er sich. „Da bin ich natürlich schon ein wenig stolz drauf“, gibt Laufer zu. Und er ergänzt: „Zumal mein Vater Stefan beim SV Auersmacher vor mehr als 20 Jahren auch schon Kapitän war.“


Der Junior wandelt also auf Papas Spuren. Was beide noch gemeinsam haben, ist ihr Aufgabengebiet auf dem Feld. Stefan Laufer spielte ebenso wie derzeit Felix im zentralen Mittelfeld. Während Laufer senior dort aber eher im defensiven Bereich agierte, wird sein Sohn zumeist auf der Zehner- oder der Achter-Position eingesetzt.

Stefan Laufer, dessen Spitzname zu aktiven Zeiten „Muskel“ war, hat seinem Filius etwas voraus: Er schaffte mit dem SV Auersmacher in der Saison 1994/1995 den Aufstieg in die Oberliga. Sein Sohn scheiterte in den vergangenen fünf Jahren mit den Grün-Weißen immer knapp an diesem Unterfangen.



Seit der in Kleinblittersdorf wohnende Mittelfeldspieler aus der Jugendabteilung der JFG Obere Saar in die erste Mannschaft des SV Auersmacher aufrückte, belegte er mit der Mannschaft am Saisonende immer Plätze zwischen Tabellenrang drei und sechs. Zum dem Sprung in die Oberliga reichte es nie. Wird das diese Saison anders? Vor dem Duell an diesem Samstag um 18 Uhr gegen den Tabellenachten FC Rastpfuhl ist der SV Auersmacher Tabellendritter. „Wir wollen oben dabei bleiben und ich bin optimistisch, dass uns dies gelingt“, sagt Laufer.

Nach einem Leistungstief zwischen Ende August und Mitte September, als es drei Niederlagen in vier Partien gab, hat der SV Auersmacher in die Erfolgsspur zurückgefunden. Am vergangenen Samstag besiegte Laufers Mannschaft den Aufsteiger SV Rohrbach mit 2:0. Am Tag der deutschen Einheit am Mittwoch gab es durch ein Tor von Sampres Singh in der Nachspielzeit einen 1:0-Erfolg beim FC Homburg II. „Die Freude darüber war groß, zumal die Homburger mit Sven Sökler und Luca Plattenhardt Verstärkung aus der Regionalliga-Mannschaft hatte“, berichtet Auersmachers Kapitän. In dieser Partie war zu sehen, dass die junge Mannschaft  des SV Auersmacher einen Schritt nach vorne gemacht hat. „Ich denke, dass wir insgesamt etwas abgeklärter sind als vergangene Saison“, sagt Laufer. Das ist vielleicht ein großes Plus im Kampf um den Aufstieg in die Oberliga.

„Wir fahren mit Respekt nach Auersmacher, schließlich ist es eine Top-Mannschaft der Liga“, sagt denn auch Christian Puff, der beim  FC Rastpfuhl mit Mirza Mehmedovic als Spielertrainer fungiert. Er ergänzt: „Aber ich denke wir sind auch gut gewappnet.“ Auf dem Feld wird an diesem Samstag keiner der beiden Spielertrainer stehen. Mehmedovic fehlt nach einer Knie-Operation seit Saisonbeginn. Puff stand nnach einer Entzündung im Sprunggelenk in dieser Saison erst drei Mal auf dem Feld. Und jetzt fällt der 32-Jährige wieder aus. „Ich habe mir bei der Gartenarbeit einen Innenbandriss im Knie zugezogen, als ich in einem Loch umgeknickt bin“, erzählt Puff – und stöhnt.

Und einen weiteren Ausfall gibt es beim Aufsteiger aus Rastpfuhl: Mittelfeldspieler Juri Vullo ist seit der Partie beim SC Halberg Brebach am 14. September (1:3) mit Verdacht auf eine Schambein-Entzündung außer Gefecht.