Bürger greifen Jost wegen Carling an

Bürger greifen Jost wegen Carling an

Der Verein "Saubere Luft für die Warndtgemeinden" hat gestern festgestellt, dass die "Beruhigungspillen", die Umweltminister Reinhold Jost (SPD ) gegen die Gefahren einer neuen Fertigungslinie im Total-Chemiewerk Carling verteile, ihre Wirkung verfehlten.

"Massive Fragen", die noch nicht beantwortet seien, stellten sich in Zusammenhang mit der neuen Produktion von 7000 Tonnen Kunstharzen in Carling, sagte Vereinschefin Heike Schreiner gestern. Jost hatte in der vergangenen Woche "positive Entwicklungen" in Carling festgestellt, nach Jahren des eher schleppenden Informationsflusses zwischen französischen Behörden und den Saar-Behörden zu dem von den Anrainern im Saarland festgestellten Gestank und anderen Emissionen aus dem Total-Chemiewerk. Schreiner kritisierte vor allem, dass Total zugebe, geruchsintensive, krebserregende, erbgutschädigende und giftige Substanzen in die Luft auszustoßen, gleichzeitig aber das Gesundheitsrisiko als akzeptabel bezeichnen würde.