Tag der offenen Gartentür: Zwei Familien laden sich Gäste ein

Dudweiler · In Dudweiler kann man am kommenden Sonntag zwei interessante Gärten besichtigen und sich gedanklich austauschen mit deren Besitzern. Sie geben gerne Auskunft zu ihrem Wissen rund um Blumen, Kräuter und Rasen.

Am kommenden Sonntag (28. Juni) findet der "Tag der offenen Gartentür" des Landesverbandes der Gartenbauvereine statt. Im ganzen Saarland und in Rheinland-Pfalz können die unterschiedlichsten Hausgärten besichtigt werden. Der Landesverband der Gartenbauvereine hatte vor zehn Jahren die Initiative ergriffen und die Gartenbesitzer aufgefordert, sich zu melden, um ihre kleinen Paradiese für alle Interessierten zu öffnen. Es geht dabei aber nicht darum, den schönsten Garten zu suchen. Vielmehr geht es um einen fruchtbaren Gedankenaustausch zwischen den Besucherinnen und Besuchern und den Gartenbesitzern. Ideen erhalten und weitergeben, das ist das Motto.

In Dudweiler können in diesem Jahr zwei Gärten besichtigt werden, die sehr unterschiedlich sind: Der Garten von Familie Straßburger, Alter Stadtweg 68, ist ein etwa 2000 Quadratmeter großes parkähnliches Areal - in verschiedene Gartenzimmer aufgeteilt. In deren Mittelpunkt steht eine liebevoll eingerichtete Almhütte. Es laden unter anderem auch ein Klostergarten, ein Barfußpfad, ein Biotop, ein Rosenpavillon, ein Gewächshaus und ein Bauerngarten zum Besuch ein. Und man kann eine "neue Ruine" besichtigen, und neben vielen Stauden ist die Funkiensammlung ein besonderer Schwerpunkt.

Der zweite Garten bei Familie Magda und Klaus Kirch, Auf der Scheib 14, ist mit 400 Quadratmetern wesentlich kleiner als der im Alten Stadtweg. Er stellt einen klassischen Hausgarten dar mit Rasenfläche, Blumenbeeten, Sitzecke, Teich, Nutzgarten, Hochbeeten und Kräutergarten. Außerdem ist der Garten rollstuhlgerecht angelegt. Familie Kirch lädt also die Besucher weniger zum Betrachten der Vielfalt, sondern mehr zum Ausruhen und Meditieren ein. Gerade wegen dieser Größenunterschiede ist es sehr interessant, beide Gärten zu besuchen. Jeder Garten hat seinen besonderen Reiz, der eine auf Grund seiner Größe und Vielfalt, der andere wegen seiner Überschaubarkeit. Ein Garten ist auch niemals fertig. Denn immer wieder gibt es Veränderungen. Nicht nur neue Blumen und Stauden werden gesetzt, auch ganze Flächen können neu gestaltet werden. So kann auch eine "Baustelle" im Garten nichts Ungewöhnliches sein. Auf jeden Fall wird es für alle, Gartenbesitzer und Interessierte, ein besonderer Tag werden. Der Garten von Familie Straßburger ist von 11 bis 18 Uhr, der von Familie Kirch von 10 bis 18 Uhr geöffnet.