1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Dudweiler

Benefiz-Turnier mit Zweitligist HG Saarlousi : Es gibt kein Larifari mehr

Benefiz-Turnier mit Zweitligist HG Saarlousi : Es gibt kein Larifari mehr

Die Teilnehmer nutzten das Benefiz-Turnier in Dudweiler als Härtetest für den Saisonstart. Der Zweitligist HG Saarlouis hatte in der Partie gegen Oberligist HF Illtal mit viel Gegenwehr zu kämpfen, siegte dann aber mit 29:19.

Ein Hauch von Bundesliga-Atmosphäre wehte durch das Sportzentrum Dudweiler. Dort trägt normalerweise Handball-Verbandsligist HSG Dudweiler-Fischbach seine Heimspiele aus. Am Samstag trafen dort im Rahmen eines Benefiz-Turniers der HSG die besten Mannschaften des Saarlandes aufeinander: Zweitligist HG Saarlouis und Oberligist HF Illtal. Favorit Saarlouis setzte sich schnell auf 8:2 ab. Illtal kämpfte sich zurück, leistete harte Gegenwehr und spielte zeitweise auf Augenhöhe. Nach einem tollen Spielzug erzielte HF-Kreisläufer Pascal Meisberger in der zweiten Halbzeit das 14:19 aus Sicht des Oberligisten. Als der Rückstand kurz darauf nur noch vier Treffer betrug (16:20), wirkte der Saarlouiser Trainer Jörg Bohrmann angefressen. Seine Mannschaft legte in der Schlussphase aber wieder zu. Martin Murawski, Yann Polydore und Julius Andersson führten die HG mit ihren Treffern zum 29:19-Sieg.

Im Vordergrund stand dieses Ergebnis nicht. Sondern der Erlös der zweitägigen Veranstaltung, der dem Ronald-McDonald-Haus in Homburg zugute kommt. Dort wohnen Familien schwer kranker Kinder, die im Universitätsklinikum des Saarlandes behandelt werden. Die Einrichtung ist ein Rückzugsort für Eltern und Kinder, die sich während der Behandlungszeit ansonsten in einem Hotelzimmer einquartieren müssten. „Wenn man die Gelegenheit hat, Gutes zu tun, ist es Pflicht, das auch zu machen. Gerade wenn es um Kinder geht“, sagte Bohrmann. Drei Wochen vor dem Saisonstart stellte er fest: „Es gibt einiges, woran wir noch schrauben müssen. Man hat gesehen, dass Illtal eine Spitzenmannschaft der Oberliga ist, gegen die man hochkonzentriert zu Werke gehen muss.“

Pascal Meisberger von den HF Illtal sagte: „Für den guten Zweck treten wir gerne hier an. Schön, dass auch einige Zuschauer da waren.“ Er ergänzte: „Man hat nicht so oft die Gelegenheit, sich mit einer Mannschaft wie Saarlouis zu messen. Das macht richtig Bock. Gerade für mich als Kreisläufer. Wie die Abwehrspieler dich am Kreis bearbeiten, ist mit der Oberliga gar nicht zu vergleichen.“

Vor dem Spiel zwischen Saarlouis und Illtal hatte es ein Turnier um die inoffizielle Meisterschaft des Stadtverbands Saarbrücken gegeben. Oberligist HSG Völklingen setzte sich im Finale mit 15:13 gegen Verbandsligist HSG Dudweiler-Fischbach durch. Am Sonntag folgte ein Turnier von A-Jugendmannschaften. Sieger im Finale zweier Bundesligisten wurde die TSG Ludwigshafen-Friesenheim, die mit 17:12 den SV 64 Zweibrücken besiegte. Dritter wurde die HSG Dudweiler-Fischbach, die mit 15:7 gegen die HSG Fraulautern/Überherrn gewann.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete am Sonntag die Damen-Partie zwischen Oberligist HSV Püttlingen und Saarlandligist HSG Dudweiler-Fischbach. Püttlingen ließ den Damen des Gastgebers keine Chance und gewann mit 38:16. „Es sind noch drei Wochen bis zum Saisonstart. Jede Partie ist für uns ein ernsthafter Test, es gibt kein Larifari mehr“, sagte HSV-Trainer Hans-Werner Müller. Trotzdem stand trotz allem sportlichen Ernst auch für die Püttlingerinnen der gute Zweck an erster Stelle. „Das Saarland ist nicht so groß. Da hilft man sich. Wir sind ja auch nicht zum ersten Mal hier. Wenn es unser Zeitplan erlaubt, sind wir für die gute Sache immer da“, sagte Müller.

Bei Tim Kipper, dem Organisator des Benefiz-Turniers, war die Freude nach der Veranstaltung groß: „Ich bin einfach nur stolz, was die 100 Mitglieder, die an beiden Tagen im Einsatz waren, wieder auf die Beine gestellt haben. Alle 1500 Lose der Tombola sind verkauft, insgesamt waren mehr als 600 Zuschauer da. Das ist den großen Aufwand wert.“ Die Höhe des Erlöses konnte Veranstalter HSG Dudweiler-Fischbach bis gestern noch nicht nennen.