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Bus und Bahn in Saarbrücken: Ab 1. Februar 2019 kein Notfallfahrplan mehr

Zurück zum normalen Fahrplan : Saarbahn stockt Verbindungen wieder auf

Die Zeiten des Notfallfahrplans sind fast vorbei: Nach Angaben der Saarbahn GmbH gilt ab dem 1. Februar wieder der normale Fahrplan. Und auch im Personalbereich tut sich was.

Weniger ist mehr. Nach diesem Motto hatte die Saarbahn GmbH zum 1. Oktober Busverbindungen gestrichen. Weil man zu wenig Busfahrer hatte und der Krankenstand sehr hoch war, fielen viele Verbindungen aus. Für viele Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs war der Weg zur Haltestelle ein Glücksspiel: Kommt der Bus, oder kommt er nicht. Durch den Notfallfahrplan war klar, welche Busse nicht fahren. Das Versprechen lautete aber: Die Verbindungen werden wieder aufgestockt. Zum 1. Februar löst das Unternehmen sein Versprechen nun ein. Dann fahren die 130 Busse wieder nach dem normalen Plan mit rund 60 000 Verbindungen im Monat. Das kündigt Saarbahn-Geschäftsführer Peter Edlinger an.

Und er gibt sich „sehr zuversichtlich“, dass er dieses Versprechen nicht nur formal halten kann. Obwohl auch in anderen Regionen Deutschlands händeringend Busfahrer gesucht werden, habe die Saarbahn seit Mai rund 85 Busfahrer gewinnen können. Allein in den letzten drei Monaten sind 36 Busfahrer eingestellt worden. Derzeit sind 230 Busfahrer und 20 sogenannte Kombifahrer, die sowohl Bus als auch Bahn fahren können, bei der Saarbahn beschäftigt.

Geholfen habe dem Unternehmen , dass die hauseigene Fahrschule Ende September vergangenen Jahres als Weiterbildungsträger anerkannt wurde. Seitdem bildet die Saarbahn in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit sowie dem Zentrum für Bildung und Beruf Saar (ZBB) zwölf Quereinsteiger zu Busfahrern aus. Damit bereite sich das Unternehmen darauf vor, dass einige der Fahrer in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen.