| 20:46 Uhr

Neuer Fahrplan in Saarbrücken
Neueinstellungen bei der Saarbahn

70 neue Busfahrer sollen den Saarbrücker Fahrbetrieb sichern.
70 neue Busfahrer sollen den Saarbrücker Fahrbetrieb sichern. FOTO: Matthias Zimmermann
Saarbrücken. Busse sollen künftig seltener, dafür aber zuverlässig fahren, teilte das Unternehmen mit. Von Jörg Wingertszahn

Ab 1. Oktober gilt in Saarbrücken ein neuer Bus-Fahrplan. Dieser „reduzierte Fahrplan“ ist ausgedünnt, Busse fahren seltener, dafür zuverlässiger, wie der Geschäftsführer der Saarbahn, Peter Edlinger, der SZ sagte. Seinen Angaben zufolge soll der Fahrplan bis maximal 31. Januar 2019 gelten. „Wenngleich ein ausgedünnter Fahrplan natürlich zu Einschränkungen im öffentlichen Personennahverkehr führen wird, so ist er doch für die Kundinnen und Kunden kalkulierbar, indem man sich auf die entsprechenden Fahrten einstellen kann“, so eine Saarbahn-Mitteilung.


In den vergangenen Wochen waren immer wieder Fahrten ausgefallen, was viele Fahrgäste verärgert hatte. „Jeder Ausfall ist bedauerlich“, räumte Edlinger ein. Ein Grund war der hohe Krankenstand unter den Fahrern, zudem war Urlaubszeit. Im vergangenen Jahr lag der Krankenstand bei den Busfahrern bei knapp zwölf Prozent ohne Berücksichtigung der Langzeitkranken. Mittlerweile sei der Krankenstand auf unter zehn Prozent gesunken. Den Angaben zufolge fahren rund 230 Busfahrer für die Saarbahn GmbH, knapp jeder zweite kam bislang von einem Fremdunternehmen, das im Auftrag der Saarbahn fuhr.

Einen Teil dieser Fahrten wird die Saarbahn nun selbst übernehmen. Dazu wurden in den vergangenen Wochen und Monaten rund 50 Mitarbeiter eingestellt, darunter vier Fahrer aus Frankreich. 20 weitere sollen den Angaben zufolge noch angeworben werden, um den Fahrbetrieb zu sichern. 60 000 Fahrten organisiert die Saarbahn monatlich in ihrem Einzugsbereich.



Derzeit sind bei der Saarbahn GmbH inklusive Neueinstellungen rund 230 Busfahrer beschäftigt. Hinzu kommen 19 Kombifahrer. Das sind Fahrer, die sowohl Bahn als auch Bus fahren können. diese sind fast ausschließlich im Bahnbetrieb eingesetzt. Hinzu kommen insgesamt 18 Azubis aus drei Ausbildungsjahren, die in der hauseigenen Fahrschule zu Berufskraftfahrern ausgebildet werden. Am 1. September begann die Ausbildung von acht Triebwagenführern, also Bahnfahrern.