FDP kritisiert wuchernde Bäume

Im Normalfall wird in Innenstädten eher über zu wenig Grün geklagt. Die FDP sieht das für St. Ingbert etwas anders. Manche Bäume verdeckten den Blick auf Schaufenster, andere verursachten Schäden an Fassaden.

"Was bei der Einrichtung der Fußgängerzone eigentlich gut gemeint war, entwickelt sich jetzt über die Jahre zum Problem. Gemeint sind die Bäume in der Innenstadt, auch in der Fußgängerzone", sagt Andreas Gaa, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes und gleichzeitig Mitglied im Stadtrat St. Ingbert . Nach Auffassung der FDP in St. Ingbert haben die Bäume in der Fußgängerzone mittlerweile eine kritische Größe erreicht, die gerade ausreicht, um die Schaufenster der dahinter befindlichen Geschäfte zu verdecken. Diese Minderung der Sichtbarkeit führt, wie die betroffenen Kaufleute erklärten, zu Umsatzeinbußen, die jedoch mit etwas guten Willen vermeidbar wären. Als Beispiele hierfür ließen sich die funktionierenden Fußgängerzonen wie Trier oder Heidelberg anführen, die verdeutlichten, dass es auch anders gehe. Beispielsweise lasse sich mit reduzierendem Baumschnitt, zahlreichen Blumen oder niedrigen blühenden Sträuchern der gleiche optische Effekt einer schön gestalteten Fußgängerzone erreichen.

Noch kritischer sieht die FDP die mächtigen Bäume im verkehrsberuhigten Teil der Kaiserstraße und in der Rickertstraße. Hier hätten die Bäume eine Größe erreicht, die mittlerweile Schäden durch Eingrünung der Fassaden verursache. Hier bleibe nur eine Neubepflanzung und dann mit besser passenden Bäumen für eine Innenstadt als Ausweg, so führt Andreas Gaa weiter aus.

Die FDP hofft, dass über den Herbst bis zum Frühjahr 2016 die entsprechenden Verbesserungen von der St. Ingberter Stadtverwaltung auf den Weg gebracht werden. Finanzielle Mittel im städtischen Haushalt 2015/2016 zur Verschönerung der Innenstadt und Fußgängerzone seien für diese Zwecke bekanntlich schon bereitgestellt.