Ein Teich für den Schulhof

Wie ihr Schulhof aussehen soll oder die Anbindung zu Sportplatz und Turnhalle, darüber haben sich Schülerinnen und Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums innerhalb eines Kooperationsprojektes Gedanken gemacht. Die ideenreichen und kreativen Ergebnisse lassen staunen.

 Modell zur Neugestaltung des Schulhofes
Modell zur Neugestaltung des Schulhofes

Im Ministerium für Bildung und Kultur wurden die Arbeitsergebnisse von neun Schulen gezeigt, die sich im vorigen Schuljahr an dem Kooperationsprojekt "Baukultur: Architektur trifft Schule" beteiligt haben. Besonders gespannt waren die Jugendlichen der Stufe acht des St. Ingberter Albertus-Magnus-Gymnasiums, die gleich mit zwei Projekten aus dem Kunstunterricht von Sabine Scherf vertreten waren.

Zwölf Doppelstunden lang wurde der "normale" Kunstunterricht durch kooperative Gruppenarbeit ersetzt, die von zwei Architekten betreut wurde. 15 Schüler beteiligten sich an dem Projekt "Unser Schulhof - ein Ort zum Wohlfühlen" unter der Leitung des Landschaftsarchitekten Klaus Stucky. Ziel dieses Projektes war, als Gegenpol zum Schulgebäude als Ort der Arbeit und Konzentration den Schulhof als Raum der Erholung, Entspannung und Kommunikation neu zu konzipieren. Ganz oben auf der Wunschliste zur Umgestaltung rangierten mehr Farbe und mehr Grün auf dem Hof, weitere Sitz- oder im Sommer auch Liegemöglichkeiten, ein Teich oder Brunnen. Bevor die Ideen in Modelle im Maßstab 1:100 umgesetzt wurden, führten die Architekten die Schüler an berufstypische Arbeitstechniken heran wie etwa das Messen mit dem Nivelliergerät und das Arbeiten mit unterschiedlichen Maßstäben. Der von den Schülern neu konzipierte Schulhof sieht im vorderen Bereich ein flächendeckendes Bodengemälde vor, außerdem neue Sitzgelegenheiten um die große Platane. Im mittleren Bereich des Hofes sollen ein Gewächshaus, ein Brunnen, Ruheflächen und ein Kiosk Abwechslung bringen. Für den hinteren Hofbereich gibt es einen "realistischen" Entwurf mit einer Rundbank um die Kastanie, der Alternativentwurf schlägt ein Labyrinth aus Hecken vor, das zum Spielen und Verstecken einlädt.

Am zweiten Projekt "Brückenschlag zum Sportplatz" beteiligten sich neun Schüler unter der Leitung des Architekten Stefan Reuther. Dieses Projekt verfolgte das Ziel, Alternativen zur Anbindung des Sportplatzes an die Sporthalle zu finden im Hinblick auf Barrierefreiheit und das aktuelle Thema Inklusion. Da zu Beginn des Projektes feststand, dass aus finanziellen Gründen keiner der Entwürfe direkt umgesetzt werden kann, hatten die Schüler großen gestalterischen Spielraum, der sich in der Unterschiedlichkeit der Ideen widerspiegelt.

Ein Entwurf sieht über der Wollbachstraße eine Rampe in Form eines langgezogenen "U"s vor, ein anderer besteht aus einer waagerechten Brücke, auf der einen Seite bekrönt von einer turmartigen Gestaltung mit Glaskuppel; der dritte Entwurf kombiniert ein halbbogenförmiges Brückenelement mit einem skulptural anmutenden Turm zur Sportplatzseite hin.

Natürlich hoffen alle Teilnehmer am Projekt, dass zumindest einzelne Elemente der neuen Konzepte in den nächsten Jahren verwirklicht werden können.