Ein Abend mit englischer Musik

Homburg. Einen festen Platz im Kalender der Musikfreunde hat sich das Konzert gesichert, mit dem die Studierenden der Medizinischen Fakultät das Semester ausklingen lassen. Die Simultankirche auf dem Campus des Universitätsklinikums in Homburg war am Mittwochabend Ziel vieler Gäste

Homburg. Einen festen Platz im Kalender der Musikfreunde hat sich das Konzert gesichert, mit dem die Studierenden der Medizinischen Fakultät das Semester ausklingen lassen. Die Simultankirche auf dem Campus des Universitätsklinikums in Homburg war am Mittwochabend Ziel vieler Gäste. Vor dem näher rückenden Ende des Sommersemesters gab das Ensemble unter der Leitung von Katrin Steinmetz eine stark beachtete Probe seines Könnens."Ich bewundere Ihre Stimmen, aber auch Ihre Musikalität, mit der Sie neben Ihrem Medizinstudium ein solches Programm erarbeiten können", sagte Gudrun Fahrner-Pippart, an die Mitwirkenden gewandt. Das mit viel Applaus belohnte Konzert hatte einige Zeit an Vorbereitungen und Proben erfordert. Zwei Semester lang hatten die Studierenden an dem nicht alltäglichen musikalischen Abend gefeilt. Leiterin Katrin Steinmetz bescheinigte allen Mitwirkenden viel Geduld bei den regelmäßigen Proben. "All things bright and beautiful" lautete das Motto des Konzerts mit ausschließlich englischer Literatur. Die reichte vom 16. Jahrhundert bis in unsere Tage und umfasste neben schönen Traditionals auch Werke, die man nicht jeden Tag zu hören bekommt.

Begonnen hatte das Konzert mit einer Instrumentaldarbietung, dem Largo aus der Sonate für Violine und Orgel von John Stanley, gespielt von Ariane Böttinger (Violine) und Patrick Kutscha. Beide spielten später das Adagio aus der gleichen Sonate Stanleys.

Sehr harmonisch klangen die für den Chor ausgewählten Stücke. Aus dem 16. Jahrhundert stammten "Drop, drop, slow Tears" von Orlando Gibbons, "Never weather-beaten saile" von Thomas Campion und "If ye love me" von Thomas Tallis. Mit dem "Ave verum" und dem "Sancta Maria" von Edward Elgar hatten die Sängerinnen und Sänger ein sehr wohlklingendes Stück aus dem 20. Jahrhundert gewählt.

Das zeitgenössische "Kyrie eleison" von John Bell lehnte sich stark an sakrale Kompositionen an, während "There's a widness in God's Mercy" von Maurice Bevan unverkennbar Merkmale modererner Literatur trug. Von John Rutter, der sehr stark die aktuelle Kirchenmusik prägt, stammten "A clare Benediction" und das Lied, dessen Titelzele zum Motto des Konzerts wurde: "All things bright and beautiful" und mit dem der Abend ausklingen sollte. Sehr schön anzuhören war "Oh Shenandoa". Desiree Völker, Julia Demandt, Tobias Dienerowitz und Lukas Speer sangen das Traditional im Quartett. Gegen Ende stand ein weiteres Quartett auf dem Programm. "The Day you gavest" von Clement Scholefield klang richtig ergreifend, ehe Bob Chilcotts "An irish Blessing" einen ebenso modernen wie populären Titel aufgriff.

"Das war wirklich Klasse", fasste Norbert Decker seine Eindrücke zusammen und fand, sein Chor würde so gute Mitwirkende "mit Kusshand aufnehmen." Geschickt gewählt waren die Texte, die Gudrun Fahrner-Pippart in den Konzertablauf einfügte.

Lang anhaltender Applaus zeigte Chor und Musikern, dass sie die richtige Wahl getroffen hatten und sich die Mühe gelohnt hatte.

Bevans schönes harmonisches Stück erklang für das Publikum dann noch als gelungene Zugabe.