Schöne Klänge zum Semesterende

Schöne Klänge zum Semesterende

Homburg. Mit einer ausgesprochen harmonisch gestalteten musikalischen Vesper ließ der Chor der Medizinischen Fakultät das Sommersemester ausklingen. Die Mitwirkenden ließen den Besuch in der Simultankirche zu einem eindrucksvollen Erlebnis werden

Homburg. Mit einer ausgesprochen harmonisch gestalteten musikalischen Vesper ließ der Chor der Medizinischen Fakultät das Sommersemester ausklingen. Die Mitwirkenden ließen den Besuch in der Simultankirche zu einem eindrucksvollen Erlebnis werden. Der Chor der Medizinischen Fakultät hatte sich unter Leitung von Katrin Keßler auf den besinnlichen Abend vorbereitet. Die aus Saarbrücken kommende junge Dirigentin hatte aus "ihren" Studentinnen und Studenten der Fakultät ein wohlklingendes Ensemble geformt, dem man gern zuhörte. Zum Erlebnis wurde die Vesper nicht minder durch die Gäste, die an diesem Abend in die Simultankirche gekommen waren. Professor Chong Dongkuy, der an der kirchlichen Hochschule von Jeonju (Südkorea) lehrt und zurzeit in der Region zu Gast ist, erfreute das Publikum mit mehreren wunderschön gesungenen Tenor-Soli.Erstklassige Organistin Professor Helmut Freitag, Universitäts-Musikdirektor in Saarbrücken, spielte virtuos die Orgel der Simultankirche, sowohl bei Instrumentalstücken als auch als Begleiter von Chor oder Solist. Eröffnet hatte indessen Katrin Keßler die Vesper mit Präludium und Fuge in C von Johann Sebastian Bach. Sie wies sich damit auch als erstklassige Organistin aus. Mit "Cantate Domino" (Johann Crüger) und "Alleluja" (William Boyce) stellte sich sodann der Chor der Medizinischen Fakultät vor. Nach der ersten von drei Lesungen aus dem Buch der Psalmen durch Pfarrer Ingo Holzapfel (Kaiserslautern) war Professor Choi Dongkuy zum ersten Mal an diesem Abend als Solist zu hören. Aus dem Werk von Bach hatte er dazu "Von Gottes Güte" und "Liebster Immanuel" ausgewählt. "Laudate Dominum" von Michael Praetorius wirkte zeitweise ein wenig wie ein Sprechgesang. Gut gefiel dem Publikum, dass es im Lauf der Vesper mit einbezogen wurde. Katrin Keßler ließ die erste und die vierte Strophe von "Nun saget Dank und lobt den Herren" (Josef Doppelbauer) vom Chor singen. Die Strophen zwei und drei sangen die Besucher der Vesper, von Professor Freitag an der Orgel begleitet. Nach der dritten Lesung wechselte der Chor von der Klassik zu Spirituals. Richtig gut tat dabei, wie das Ensemble das sonst oft genug mit Show-Effekten gesungene "Go down Moses" besinnlich und mit Tiefgang hören ließ. Choi Dongkuy hatte ein geistliches Lied, zu Deutsch "O komm, Herr" aus Südkorea mitgebracht, der Chor sang "Heventi Shalom" aus Israel, und ein Stück unserer Zeit war "Babylon" von Don Mc Lean. Mit "Du lässt den Tag, o Gott, nun enden" leitete der Chor mit Orgelbegleitung zu Vaterunser und Segen über. Zum Schluss der Vesper hatte der Chor das berühmte "Der Mond ist aufgegangen" ausgesucht.

Mehr von Saarbrücker Zeitung