Edwin Schetting wird Ehrenmitglied

Mit dem neuen Trainer sei es gelungen, wieder in Tritt zu kommen, sagte der Vorsitzende des SV St. Ingbert, Knut Schubert, beim Neujahrsempfang des Vereins. Schubert sprach von einem „sportlich und finanziell schweren Jahr 2013“.

. Beim Neujahrsempfang des SV St. Ingbert ließ dessen Vorsitzender Knut Schubert das Jahr 2013 Revue passieren. Dies sei sowohl in finanzieller als auch sportlicher Hinsicht ein schweres Jahr gewesen. Man hätte lange Zeit gebraucht, um wieder in Tritt zu kommen, so Schubert. Mit dem neuen Trainer Klaus Moscherosch sei das aber gelungen. Langsam gehe es bergauf, zumal auch die "Verletzungsfälle" langsam wieder in den Spielbetrieb einsteigen. Der Hauptsponsor verlängerte seinen Vertrag nicht und der sportliche Leiter Detlef Michler stand auch nicht mehr zur Verfügung. Daher sei es für den SV St. Ingbert ein Glücksgriff, dass man den SV Elversberg für die nächsten Jahre als Kooperationspartner mit ins Boot holen konnte. Nun hoffe man für die Zukunft, dass das für den SV einen Fortschritt bedeute.

Während der Veranstaltung wurde aber auch allen Vorstandsmitgliedern, Helfern und Sponsoren Danke gesagt. Besonders gewürdigt wurde dabei Edwin Schetting, der zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Er sei ein wichtiges Bindeglied des Vereins zum Saarländischen Fußballverband. "Wir hoffen, dass Du uns noch lange zur Verfügung stehst, denn solche Idealisten gibt es nicht mehr viele", lobte Schubert das Engagement des 77-jährigen St. Ingberters. Dieser wurde mit seinem Vereinseintritt auch gleich Mitarbeiter und begleitete in den sechs Jahrzehnten alle Funktionen vom Betreuer der Jugendmannschaft ab 1953, über den Jugendleiter, Schriftführer, den dritten bis hin zum zweiten Vorsitzenden. "Nur Kassierer und erster Vorsitzender war ich nie", so Edwin Schetting, worauf Knut Schubert scherzhaft erwiderte, dass ihm das wohl zu heiß gewesen sei.

In den Jahren hat Schetting Hochs und Tiefs mit dem SV erlebt, wobei der Gewinn des Saarlandpokals 1986 gegen den VfB Dillingen zu den schönsten Erlebnissen gehört. Was waren die negativen Seiten? Da muss Edwin Schetting, der jetzt im SV keine gewählte Funktion innehat, sondern ZbV ist, also zur besonderen Verwendung, "eingeteilt" ist, nicht lange überlegen: "Jede Niederlage tat weh." Doch nicht nur im SV hat dessen neues Ehrenmitglied Spuren hinterlassen, denn runde 40 Jahre war er Kreisjugendleiter im Saarländischen Fußballverband, seit 60 Jahren ist er Mitglied im Sozialverband Deutschlands und dessen Vorsitzender im Ortsverband St. Ingbert. Er ist Mitglied im Landesbehindertenverband und Landesseniorenverband Saarland, ehrenamtlicher Richter am Landessozialgericht sowie seit 1986 Behindertenbeauftragter der Stadt St. Ingbert. "Da war ich der Erste im ganzen Saarland", sagt Schetting.

"Als ich 1965 Kreisjugendleiter wurde, hatte ich weder Auto noch Telefon", erinnerte Schetting an vergangene Zeiten. Als er die Ehrenurkunde erhält, liegen ihm außer einem "Dankeschön" noch zwei Dinge auf dem Herzen: "Ohne die Unterstützung meiner Familie hätte ich das alles nicht leisten können." Die zweite Bemerkung betrifft die Urkunde selbst, die nun geändert werden muss. Denn nicht die 60-jährige Mitgliedschaft sei Grund für die Ernennung zum Ehrenmitglied, sondern seine vielfältigen Verdienste um den Verein. Darauf legt er Wert und Knut Schubert kann ihm da nur beipflichten.

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