Die Gefahr für Schulkinder bannen

Sollte die Haltestelle „An der Pump“ in der Oberwürzbacher Hauptstraße in Richtung St. Ingbert verlegt werden, kommt für den Ortsrat nur eine Alternative in Frage: Die Stelle gegenüber dem Haltepunkt in der Gegenrichtung.

. Immer wieder kommt es an der Oberwürzbacher Bushaltestelle "An der Pump" in Fahrtrichtung St. Ingbert zu gefährlichen Situationen mit Schulkindern. Die Straße ist für die jüngsten Oberwürzbacher schlecht einzusehen und wenn sie gegenüber der Haltestelle die Straße queren wollen, behindern dort geparkte Fahrzeuge deren Sicht. Andersherum sehen Autofahrer , die in dieser Tempo-30-Zone oft zu schnell unterwegs sind, die Kleinen erst im letzten Moment. Eine gefährliche Situation, die der Ortsrat gern entschärfen würde.

Zu diesem Thema gab es mehrere Ortsbegehungen, auch mit dem zuständigen Staatssekretär. Aus dem Ministerium kam im Anschluss ein Schreiben, in dem die Verlegung der Haltestelle in Richtung St. Ingbert beschrieben wird. Danach solle sie an die Stelle verlagert werden, an der sie sich vor mehr als zehn Jahren schon einmal befand. Doch eine Rückverlegung sei nicht zielführend, so der Ortsrat, da dann der Bus mitten im Kreuzungsbereich von drei Straßen zu halten käme. Dies mache die Situation noch gefährlicher, als sie derzeit ohnehin sei. Die Autofahrer würden, wie sich in der Vergangenheit gezeigt habe, versuchen, den Bus zu umfahren. Damit seien die Kinder überfordert, weshalb man früher auch die Haltestelle verlegt habe.

Sollte die Haltestelle vom jetzigen Standort überhaupt verlegt werden, favorisieren die Ortsratsmitglieder den Bereich direkt gegenüber der Haltestelle in die Gegenrichtung. Das sei ein erster Schritt zur Verkehrssicherung der Kinder, so Ortsvorsteherin Lydia Schaar. Des Weiteren wurden Geschwindigkeitsmessungen angeregt. Der in der Vergangenheit ebenfalls diskutierte Zebrastreifen, der ihrer Meinung nach sowieso nicht als Maßnahme zur Geschwindigkeitsdrosselung tauge, sei wohl vom Tisch, wie Schaar bei einer Ortsbegehung vor der jüngsten Ortsratssitzung sagte. "Wenn die Voraussetzungen für das Anlegen eines Zebrastreifens nicht vorliegen, ist derjenige, der es dennoch anordnet, in der Verantwortung und haftet, wenn etwas passiert."

Welche Lösung auch immer gefunden werde, es müsse die verkehrssicherste Variante im Sinne der Kinder sein. Eigentlich hatte der Ortsrat "Schützenhilfe" von städtischer Seite erwartet, um besser entscheiden zu können, doch kein Mitarbeiter der Stadtverwaltung war der Einladung zur Sitzung gefolgt. "Dabei ging ein klarer Auftrag an die Stadt, dass sie es gemeinsam mit uns ausführen soll. Fachlich-technische Äußerungen unsererseits hat man sich verbeten und genau deshalb sollte jemand von dort zur Sitzung kommen. Das Ministerium wartet auch auf eine Rückmeldung", ärgerte sich Dunja Sauer (SPD ). Auch Swen Sauer (SPD ) war enttäuscht, da die Geldmittel zwar da seien, aber keine Aktivitäten folgen würden: "Da muss nichts mehr geprüft werden. Wir müssen endlich mal einen Beschluss fassen." Und der beinhaltete die Aufforderung an die Verwaltung zur Prüfung und Umsetzung der Haltestellenverlegung vis-a-vis der Haltestelle "An der Pump" in Fahrtrichtung Niederwürzbach.

Außerdem solle ein Auftrag vergeben werden, um neben dieser bestehenden Haltestelle das Wiesengelände mit einer Einbuchtung zu versehen, um Sitzmöglichkeiten und eine Überdachung für die Fahrgäste installieren zu können.