Der letzte Saft in neuem Ambiente

Reinheim. Das französische Anliefertrio Josef und Roman Bour sowie Patrick Perez aus Obergailbach waren die letzten, die Äpfel und Birnen zum Reinheimer Presshaus gebracht haben. Damit schloss Presswart Michael Recktenwald, der die ehrenamtliche Arbeit innerhalb des Obst- und Gartenbauvereins Reinheim seit über zehn Jahren ausübt, die Ernte- und Verwertungssaison ab

Reinheim. Das französische Anliefertrio Josef und Roman Bour sowie Patrick Perez aus Obergailbach waren die letzten, die Äpfel und Birnen zum Reinheimer Presshaus gebracht haben. Damit schloss Presswart Michael Recktenwald, der die ehrenamtliche Arbeit innerhalb des Obst- und Gartenbauvereins Reinheim seit über zehn Jahren ausübt, die Ernte- und Verwertungssaison ab. Er hatte bei einer durchwachsenen Ernte hauptsächlich Äpfel und Quitten zu Saft gepresst. Und das in einer angenehmeren Umgebung, nachdem das Gebäude eine Sanierung erfahren hatte.Nach der Renovierung der Außenfassade, Erneuerung des Deckenanstriches und der abschließenden Generalreinigung konnte er dort bei mehreren Pressterminen selbst geerntete Früchte zu Saft pressen. Freiwillige Helfer des Vereins hatten im August und September verschiedene Arbeiten am vereinseigenen Haus, der früheren Reinheimer Milchsammelstelle, in der Brunnenstraße durchgeführt. Über die vielen Jahre war der Außenputz marode und rissig geworden und an den Holzfenstern sowie an der Holztür war die Schutzfarbe abgeblättert. Im Innenraum sind durch die Nutzung der Obstpresse trotz regelmäßiger Reinigung Decke und Wände in Mitleidenschaft gezogen worden. Da weitere kleinere Mängel anstanden, wurde der Missstand in der Jahreshauptversammlung besprochen und nach kurzer Diskussion beschlossen, das Vereinshaus, das Mitte der 1950er Jahre gekauft worden war, zu renovieren. So wurde gemeinsam mit Reinheimer Unternehmen der Altputz an der Fassade abgeklopft, ein neuer angebracht und der Anstrich erneuert. Auch installierte man eine neue Dachrinne mit Fallrohr. Die Fensterrahmen und die Außentür wurden neu lackiert, die Innendecke ausgebessert, ein neuer Anstrich aufgebracht und die Hauselektrik teilweise ausgetauscht. Die Arbeiten, mit Ausnahme der Putz- und Klempnerarbeiten, wurden in Eigenleistung der Vorstandsmitglieder durchgeführt. Nach der Generalreinigung des Raumes und der Pressgeräte sowie der Pflege des Außenbereiches konnte mit dem Pressen begonnen werden. Insgesamt habe man rund 4500 Euro investiert, teilte der Vorsitzende Paul-Georg Braun, der neben Manfred Rauch und Frank Huppert den Löwenanteil der Arbeitsstunden erbracht hatte, mit. Er erwähnte aber auch die großzügige Spende der Jagdgenossenschaft (1500 Euro) die gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Engagement dafür sorgte, dass die Renovierungsmaßnahme für die Vereinskasse nicht ganz so teuer geworden sei wie anfänglich angenommen.