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CDU will St. Ingberter aufs Fahrrad setzen

CDU will St. Ingberter aufs Fahrrad setzen

Dienstfahrt mit dem Fahrrad – Generalsekretär Roland Theis von der CDU hat sich dieser Tage auf dem Sattel neuralgische Punkte in St. Ingbert angesehen. Es ging um die Fahrradfreundlichkeit der Stadt und mögliche Potenziale.

Roland Theis , der Generalsekretär der CDU im Saarland, wohnt und arbeitet nicht in St. Ingbert , machte jedoch am Dienstagabend mit seinen Parteikollegen so etwas wie eine Dienstreise auf dem Fahrrad durch die Mittelstadt. Hintergrund ist der Wunsch und Wille der CDU , das Rad durch gezielte Maßnahmen als echte Mobilitätsalternative im Alltag zu stärken. Gemeinsam mit Experten und Praktikern hat die Partei ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung des Alltagsfahrradverkehrs erstellt sowie einen Vorschlag für ein Radschnellwegenetz für das Saarland erarbeitet. Und da solch ein Netz nur mit Verknüpfung reibungslos funktioniert, schaue man sich viele Städte und Gemeinden hinsichtlich ihres Zweiradpotenzials an. Ziel soll es sein, für St. Ingbert konkrete Folgerungen aus dem CDU-Papier abzuleiten und in die Arbeit des Orts- und Stadtrates einzuspeisen.

Eigentlich sei man bei der Radnutzung schon absolute Spitze im Deutschlandvergleich, allerdings nur, was die touristische Schiene betreffe. Im Alltag und für Berufspendler gebe es noch viel zu verbessern, auch in St. Ingbert . "Ihr habt ja bereits Fahrradboxen am Bahnhof, da seid ihr schon weit", merkte Theis nach der Rundtour an. Wie bereits die Junge Union St. Ingbert (wir berichteten), vermisste auch der Landtagsabgeordnete auf den Seitenstreifen der Oststraße eine Markierung, die sie als Radweg ausweisen. Ortsvorsteher Ulli Meyer verstand nicht, warum die erst vor kurzem aufgebracht Abgrenzungen nicht als Radweg gekennzeichnet sind. Regelrecht erbost war Fahrradhändler Markus Schmitt über die Tatsache, dass bei neuen Fahrbahnmarkierungen im Pottaschwald Parkbuchten für Lkw ausgewiesen wurden, aber keine Wegeführung für Radfahrer. "Und das ausgerechnet in der Zeit, als das Stadtradeln war." In jüngster Vergangenheit wurden im Ampekbereich viele Bordsteine abgesenkt, ein Plus. Ein Minus ist, dass teilweise Radwege fehlen, mittendrin aufhören, es keine einheitliche Kennzeichnung gibt und vor allem keine schnelle Rad-Verbindung durch die Stadt. Hier wünsche man sich eine Öffnung des ehemaligen Geländes der Westpfälzischen Verlagsdruckerei, so Ulli Meyer. Wie der Vorsitzender der CDU St. Ingbert-Mitte, Frank Luxenburger, betonte, lege man besonderen Wert auf eine durchgängig mit dem Rad befahrbare Achse von Saarbrücken bis Homburg. Hier gelte es, von Kommunen zu lernen, die schon weiter sind. Vor allem sei, laut Theis, eine gute Mischung von Infrastruktur, wie gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, und einem Miteinander von Rad- und Autofahrer wünschenswert. Steigen mehr Leute aufs Fahrrad um, bedeute dies weniger Parkplatzsuchverkehr, sinkende Emissionen und eine verbesserte Gesundheit. "Wenn Dinge Spaß und Sinn machen, dann sollte man sie fördern", so Theis. Manchmal könne man das bereits mit einfachen Mitteln erreichen, wie Regeländerungen oder eben Fahrbahnmarkierungen.