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Auf Tuchfühlung mit der Stadtgeschichte

Auf Tuchfühlung mit der Stadtgeschichte

Was hat Obelix mit St. Ingbert zu tun? Oder die Kelten? Das neue „Geschichtsbuch“ hält die Erinnerung an beinahe in Vergessenheit Geratenes bei Schülern und Lehrern wach. Für die Rischbachschule „ein wahrer Schatz“.

Es gab Ritter in St. Ingbert , Kelten und Römer? Das hatten die wenigsten Viertklässler der Rischbachschule, bei denen der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins am Mittwoch die neuen Broschüren "St. Ingbert in der Geschichte" vorbei brachte, schon mal gehört. Bei der Schätzung, dass St. Ingbert 600 Jahre alt ist, lag ein Schüler gar nicht mal so schlecht. Dass der Ort bereits 888 erstmals urkundlich erwähnt wurde, wusste er nicht, kann dies aber nun dank des Geschenks, das Konrad Weisgerber an allen St. Ingberter Grundschulen verteilt, nachlesen. Selbst die Klassenlehrerin der 4.2, die den ersten Klassensatz erhält, kann da noch was lernen. "Hier drin könnt ihr sehen, was der Obelix mit St. Ingbert zu tun hat. Den Geschichtsfries, der hinten drin ist, könnt ihr ins Klassenzimmer hängen und wenn ihr alles gelesen habt, könnt ihr das Quiz auch gleich machen", so Weisgerber, "und damit das Ganze nicht langweilig ist, sind da noch Bilder drin." Eifrig blätterten die Kinder das neue "Geschichtsbuch", welches gut zum Sachunterricht passt, durch. "Ich bin begeistert von dem Heft. Schon lange arbeiten wir mit der vorherigen Ausgabe, an der ein Lehrer der Rischbachschule mitgearbeitet hat. Das Heft ist für uns ein wahrer Schatz, weil das Wissen, was da drin steht, verloren geht", so Schulleiter Werner Koch, der weiß, dass viele seiner Schüler nicht aus St. Ingbert kommen. Mit Hilfe der neu aufgelegten Broschüre, die letztmals 2004 aktualisiert wurde, können sie nun wieder mit der St. Ingberter Geschichte auf Tuchfühlung gehen. Die ursprünglichen Texte und Bilder blieben erhalten, ergänzt um einige seitdem hinzu gekommene Gebäude und Ereignisse rund um die neuere Stadtgeschichte . Gerade die Rischbachschule sei der richtige Ort, um die ersten Hefte zu übergeben, findet Koch, denn gleich um die (Schulgebäude-)Ecke befinde sich der Rischbachstollen, der ebenfalls ein Stück St. Ingberter Vergangenheit sei. Als Dankeschön schenkte er Konrad Weisgerber ein selbst gestaltetes Wissensspiel über St. Ingbert im Kartenformat, das ebenfalls entstand, um die Erinnerung an beinahe in Vergessenheit Geratenes bei Schülern und Lehrern wachzuhalten. Beide Männer tauschten sich nach der Übergabe über Historisches aus. "Woher wissen Sie das nur alles?", zeigte sich Koch beeindruckt von Weisgerbers Kenntnis über dessen Heimatstadt. Und damit Schüler und andere Geschichtsinteressierte ebenfalls davon profitieren, müsse das Heft jetzt nur noch unter die Leute. Im Rathaus beispielsweise ist es erhältlich.