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An ihre Hochzeitsreise denken beide gerne zurück

An ihre Hochzeitsreise denken beide gerne zurück

Seit 60 Jahren sind Anna und Leo Eiswirth aus Bliesdalheim heute verheiratet. Gefeiert wird am Samstag im Kreise der Familie. Von 1959 bis 1963 war Leo Eiswirth Bürgermeister seiner Heimatgemeinde.

Zuerst im Breitfurter Standesamt am 9. Oktober 1953 und dann einen Tag später in der katholischen Vikariekirche Maria von der immerwährenden Hilfe des Saarbrücker Oblatenklosters, gaben sich Anna Rabung und Leo Eiswirth, beide aus Bliesdalheim, das Ja-Wort. Das Paar feiert also heute seine Diamantene Hochzeit. Anna, älteste von vier Geschwistern, besuchte die Bliesdalheimer Volksschule, arbeitete bis zu ihrer Heirat in der elterlichen Wohnung. Nachdem aus der Verbindung die beiden Kinder Ulrike und Hans-Peter hervorgegangen waren und das gemeinsame Haus 1954 in der Eisenbahnstraße 22 fertig gestellt war, widmete sie sich ausschließlich dem Haushalt und der Kindererziehung. Das auch deshalb, weil ihr Mann nach Volksschule, erfolgreicher Drogistenausbildung in der Blieskasteler Drogerie Dawo und dem Kaufmannsgehilfenbrief in der Tasche, seit 1948 bei der Einkaufsgenossenschaft saarländischer Drogisten (Sadro) in Saarbrücken, arbeitete. Leo, Zweitjüngster von vier Geschwistern, wechselte 1959 zur Firma Böhringer-Ingelheim, wo er bis zu seiner Pensionierung (1993) im Außendienst tätig war. Er betreute dabei rund 1200 Kunden in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland.

"Privat bin ich bisher nur Renaults gefahren", so der 84-Jährige, der seine Liebe zur französischen Automarke der guten Freundschaft zum früheren örtlichen Renault-Händler Richard Koch zu verdanken hat.

Nach dem ersten Modell, dem R 8, ist sein nunmehr 14. ein Renault Modus. Eine Episode in Leo Eiswirths Leben blieben seine politischen Aktivitäten. Von 1959 bis 1963 war er Bliesdalheims Bürgermeister. Auch für Vereinsengagement blieb wenig Zeit. Er stand jedoch von 1961 bis 1969 dem örtlichen Obst- und Gartenbauverein vor. Gute Erinnerungen haben die beiden an ihren Hochzeitsurlaub. "Damals fuhr mich mein Chef nach Eberbach in den Odenwald und hat uns dort sogar die Sehenswürdigkeiten gezeigt", freut sich Leo Eiswirth heute noch. "Wir haben schöne zwei Wochen dort verlebt", ergänzt seine 82-jährige Ehefrau. Um das Hochzeitsfoto aufzunehmen, fuhren sie in die Saarbrücker Wohnung eines damaligen Arbeitskollegen von Leo Eiswirth. Es handelte sich um die saarländische Sportfotografen-Legende Ferdi Hartung, der mit dem Jubilar eine Drogistenausbildung absolviert hat, wobei beide auch gemeinsam die Berufsschulbank gedrückt haben. Ständiger Gast war das Paar bei den Bildungsfahrten der Gersheimer Volkshochschule unter der Leitung von Josef Dambauer, die sie viel erleben ließen.

Die Diamantene Hochzeit wird am kommenden Samstag, 12. Oktober, um 18.30 Uhr mit einem Dankgottesdienst in der Bliesdalheimer Pfarrkirche St. Wendalinus und danach mit den Geschwistern, den beiden Kindern, der Schwiegertochter und der zwölfjährigen Enkelin Sarah im Hotel Bliesbrück in Herbitzheim gefeiert.