Wenn zu Halloween das Unberechenbare lauert

Wenn zu Halloween das Unberechenbare lauert

Eine etwas andere Soiree erwartet die Gäste einer Lesung mit Marga Kihl und Volker C. Jacoby am kommenden Freitag im Vereinsarchivraum der Heimatfreunde Bebelsheim. Dabei spielt das nahende Halloween-Fest eine nicht unbedeutende Rolle.

Marga Kihl und Volker C. Jacoby lesen am kommenden Freitag, 14. Oktober, um 19 Uhr im Vereinsarchivraum der Heimatfreunde Bebelsheim (Kaiserstraße 86) aus ihrem Repertoire. Es ist eine "etwas andere" Soiree, die sich diese beiden in gemeinsamer Vorfreude auf die dunklen Herbst und Wintertage "teilen". Halloween steht bald ins Haus, und damit wird auch dieser humorvollen, leicht gruselfröstelnden Lesung nichts im Wege stehen. Eine "risiKOMISCHung" sei es, wie dem Programm zu entnehmen ist. Also eine Melange aus Komik und, ja, dem gewissen Unberechenbaren, das überall auf uns lauert. Die "Hexe", die bereits bei der Sonnwendfeier dieses Jahres in Erscheinung getreten war, ist niemand anderes als Marga Kihl, die als Autorin bei den Bebelsheimer Mundartabenden schon oft in Erscheinung getreten war. Sie schreibt unter anderem über sich selbst, dass sich ihr immer wieder die Frage gestellt habe: Wo gehöre ich hin, wo ist mein Zuhause? So sei sie schon in verschiedenen Vereinen tätig gewesen, im Karneval aktiv als Büttenrednerin, sogar mal als Prinzessin. "In Bebelsheim hatte ich meine Söhne groß gezogen und zehn Jahre gemeinsam mit ihnen Theater gespielt. Als dann das Haus leer geworden war und ich mich alleine wieder fand, stellte sich mir die obige Frage erneut. Da schloss ich mich stärker den Heimatfreunden an und fand bei diesen eine schöne Kameradschaft." Sie beteiligte sich an den Mundartabenden und machte dann schließlich auch noch diese Karriere als "Hexe", eine Rolle, die ihr Vereinsfreundin Claudia Zimmer auf den Leib geschrieben hatte. Das Image der Hexe wird sie wohl nie mehr ganz los werden, denn sie hat sie mit großer Freude gespielt. Wenn Marga heute um sich schaut und ihren Platz in der Dorfgemeinschaft sieht, hat sie die Gewissheit: "Genau hier gehöre ich hin - hier bin ich zu Hause." Der "Geisterjäger" ist niemand anderes als Volker C. Jacoby, Heimatfreund seit 14 Jahren und seit 2015 auch deren 1. Vorsitzender. Mit schaurigen Geister- und Gespensterballaden - immer natürlich auch mit der entsprechend humorvollen Ausgestaltung und Theatralik - und anderen Stücken wird er wieder gut zu unterhalten wissen. Die Liebe zum Schreiben und Rezitieren hatte sich bei dem gebürtigen St. Ingberter schon früh bemerkbar gemacht. Besonders die humoristische Literatur hatte es ihm angetan. Bekannt wurde Volker C. Jacoby, als er seit 1977 mit seinem Schulkameraden Schorsch Seitz zusammen das Duo "Jacoby & Schorsch" bildete, das 15 Jahre lang regionale und überregionale Kleinkunstbühnen bespielte. Mehrere LP's, viele Hörfunk- und Fernsehsendungen waren das Ergebnis dieser Zusammenarbeit. Danach gab es wie schon zuvor Soloauftritte mit Rezitationen eigener Texte und mit Texten anderer Autoren (z.B. Hanns Dieter Hüsch). Seit 2006 ist er Mitglied im "Saarländischen Mundartring". Jacoby liest viel, sammelt leidenschaftlich Bücher, schreibt nach Lust und Laune und nimmt immer wieder in seiner Bibliothek kleine Lesungen und Gedichtvorträge in Bild und Ton auf, die dann im Internet unter www.youtube.com/user/folkby auf YouTube platziert werden.

Anmeldungen und Platzreservierungen bei Marga Kihl, Tel. (0 68 04) 68 63. Der Eintritt ist frei.