Weihnachten ist zu Ende in Homburg

Unsere Woche : Die drei Könige sind weggeschafft

Am Freitag verließen Ochs und Esel den Marktplatz, gefolgt von Maria und Josef, die für die nächsten elf Monate ebenfalls irgendwo eingelagert werden. Denn  es war Großputz in der Stadt, Weihnachten mitsamt Krippen und Tannenbäumen wurde verabschiedet, die Reste der Neujahrsböller eingesammelt.

Und so wird die schöne Weihnachtszeit wieder sang- und klanglos versenkt, obwohl doch am 6. Januar der Epiphania-Tag und damit immer noch Weihnachten ist. In Frankreich isst man heute und morgen die „Galette des rois“, einen Blätterteig-Kuchen, der wahlweise mit Apfelmus, Marzipan oder Frangipane (eine Mandel-Vanille-Creme) gefüllt ist. Im Inneren versteckt sich eine Bohne – heute meist ein Porzellan-Figürchen – das man in einem Stück erwischen muss. Hat man dies geschafft, ist man König für einen Tag und kann seinen Tischgenossen alle möglichen verrückten Befehle erteilen. Schade, dass der Dreikönigstag bei uns verloren gegangen ist, und der Weihnachtszeit somit kein würdiges Ende vergönnt ist. Dass die Fastnacht bereits im Anzug ist, macht das Weihnachtsloch nicht besser. Das Gefühl der Leere bleibt erst mal.

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