Arbeitsmarkt im Dezember: Der Arbeitsmarkt bleibt weiter stabil

Arbeitsmarkt im Dezember : Der Arbeitsmarkt bleibt weiter stabil

Der Arbeitsmarkt in der Saarpfalz hat sich im Dezember etwas abgeschwächt. Doch das ist in dieser Jahreszeit nicht unüblich.

Im Saarpfalz-Kreis war im Dezember eine weitere leichte, jahreszeitlich bedingte Abschwächung auf dem Arbeitsmarkt zu beobachten. 3732 Frauen und Männer waren im aktuellen Monat arbeitslos gemeldet, 84 mehr als im November und 15 mehr als vor einem Jahr (plus 0,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag wie im Vorjahresmonat bei 4,9 Prozent, 0,1 Prozentpunkte über dem Novemberwert. Das teilt die Agentur für Arbeit in ihrem aktuellen Bericht mit. Betrachtet man die Arbeitslosenquoten aller saarländischen Landkreise im Vergleich so liegen die Landkreise St. Wendel mit 3,0 Prozent, Merzig-Wadern mit 4,1 Prozent sowie Saarlouis mit 4,5 Prozent etwas besser als der Saarpfalz-Kreis. Schlechter sieht es im Landkreis Neunkirchen ( 6,3 Prozent) aus und im Regionalverband Saarbrücken mit 7,8 Prozent.

In der Geschäftsstelle Homburg, zu der auch Bexbach und Kirkel gehören, wurden 2753 Arbeitslose registriert. Das sind 39 mehr im Vergleich zum Vorjahr; die Arbeitslosenquote daher: 4,8 Prozent.

In der Geschäftsstelle St. Ingbert gab es 979 Arbeitslose und damit ein Minus von 24 im Vorjahresvergleich, die Arbeitslosenquote hier: 5,1 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt in der Region hat sich im abgelaufen Jahr in einer sehr stabilen Verfassung gezeigt. Trotz eingetrübter Konjunkturaussichten wird die anhaltende Nachfrage nach gut ausgebildetem Personal auch im Jahr 2019 einen leichten Abbau der Arbeitslosigkeit bewirken“, erwartet Jürgen Haßdenteufel, Leiter der Agentur für Arbeit Saarland. „Schon jetzt können Unternehmen immer häufiger Stellen für Fachkräfte und ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen. Dabei können die Arbeitgeber schon jetzt ein Stück weit zur Entspannung beitragen und die Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten nutzen, die wir ihnen anbieten,“ betont Haßdenteufel. „Mit dem Qualifizierungschancengesetz wird ab Januar die Weiterbildungsförderung Beschäftigter unabhängig von Ausbildung, Lebensalter und Betriebsgröße verstärkt. Damit soll vor allem Beschäftigten, die von Strukturwandel und Digitalisierung betroffen sind, eine Anpassung und Fortentwicklung ihrer beruflichen Kompetenzen ermöglicht werden. Weitere Möglichkeiten bietet ab Januar das Teilhabechancengesetz, mit dem Langzeitarbeitslose mit hohem Lohnkostenzuschuss eingestellt werden können. Geschickt eingesetzt, können sie Fachkräfte von einfachen Tätigkeiten entlasten und diese ihre eigentliche Fachkräftearbeit machen lassen.“

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember um 46 auf 1443 gestiegen, das waren 2,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um drei auf 108 im Vergleich zum Monat November. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl um elf erhöht. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe der über 50-Jährigen lag bei 810. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 40 und gegenüber dem Vorjahr um 36 erhöht.

Beim Jobcenter im Saarpfalz-Kreis waren im Dezember 2289 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 38 mehr als im November. Damit lag sie um 18 unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag mit 124 um 25 unter dem Vorjahresniveau. 766 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 30 erhöht. Rund 41 Prozent der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen ist gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Aktuell sind 933 Personen langzeitarbeitslos. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um ein Achtel. Die Nachfrage nach Arbeitskräften lag im Dezember bei 319 gemeldeten Stellen. Seit Jahresbeginn gingen 4570 Stellen ein, 98 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Stellenbestand lag mit 1.386 Jobangeboten höher als im Vorjahr (plus 7,8 Prozent).

Viele Jobangebote waren in der Zeitarbeit, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen und im Verarbeitenden Gewerbe gemeldet. Auch im Bereich Erziehung und Unterricht, im Baugewerbe und im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich gab es viele offene Stellen.

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