Konzert : Besinnliche Lieder zur Weihnachtszeit

Der Chor Body & Soul aus Bebelsheim stimmte in der Pfarrkirche St. Margareta auf die Festtage ein.

„Das ist für viele von uns die stressigste Zeit des Jahres“, meinte Alex Schunck am Samstagabend. Der Moderator der Chorweihnacht, wie das Konzert des Bebelsheimer Chors „Body & Soul“ in der Pfarrkirche St. Margareta überschrieben war, schien damit nicht ganz falsch zu liegen. Schaute man in die Gesichter der Besucher, so wirkten manche schon irgendwie gestresst und geschafft.

Das Konzert sollte einen Gegenpol zur Vorweihnachtshektik setzen und für Ruhe und Besinnlichkeit am Vorabend des vierten Advents sorgen. Eine Hoffnung, die sich zu erfüllen schien. „Waiting in silence“, was so viel wie „In Ruhe warten“ bedeutet, war der erste Titel des Abends, den Chorleiter Franz-Josef Bleif mit seinen Sängern zum Besten gab. Ruhe kommt in dieser hektischen Zeit viel zu kurz. So passte auch der Veranstaltungsort zum Innehalten mehr als ein denkbarer anderer. Auch Kleinigkeiten wie das schwarz-rote Outfit der Sänger rundeten das Drumherum ab, um den Gesang noch besser wirken zu lassen. Begleitet wurden die Sänger bei diesem Konzertabend von Michael Czulak am Klavier und Ulrike Bleif an der Querflöte. Bei so viel vordergründiger Bedeutung von Geschenken, Essen und Verwandtschaftstreffen, gerät die eigentliche Weihnachtsbotschaft schnell ins Hintertreffen.

„The Christmas Way“, rief die Nachricht über die Geburt Jesu nochmals in Erinnerung. Hier hatte Bassist Alex Schunck seinen Solo-Auftritt. Weihnachten steht in enger Verbindung mit Hoffnung und Licht. Das ist auch bei keltischen Liedern nicht anders. Das schwungvolle „Celtic advent Carol“ transportierte diese Botschaft gut. Bei aller Besinnlichkeit darf die Familie, die an den Festtagen zusammen kommt, nicht fehlen. „Christmas lullaby - I will lead you home“ und „Homeward bound“ hatten diesen Hintergrund zum Thema. Eigentlich singt Patricia Herter im Sopran.

Nach diesem Liedblock las sie eine unterhaltsame Geschichte über Backzutaten, die miteinander reden, vor. „A Celtic Christmas“ besteht eigentlich aus zwei Liedern. Einmal singt eine Mutter ein Kind in den Schlaf und zum andern wird die Geburt Jesu verkündet. Bei „Magic is the Christmas Day“ standen die weiblichen Stimmen im Vordergrund. „Lasst uns für einen Moment inne halten“, rief Alex Schunck den Konterbesuchern bei „Little drummer boy“ in seiner Ansage zu. Das Auswählen der Geschenke sei oft eine schwierige Entscheidung. Auch der Chor habe überlegen müssen. Deshalb hat man das Lied mit „Peace on earth“ kombiniert. Bei diesem Medley machte es die Mischung zwischen den starken weiblichen und eher zarten Männerstimmen aus. „Christmas Eve is here“ kam da ganz anders her. Sehr schwungvoll und kombiniert mit etwas härteren Klaviertönen, während die männlichen Sänger „Ding Dong!“ sangen. Konzertbesucher kommen in der Pause üblicherweise nicht nur miteinander ins Gespräch. Man erfrischt sich ein wenig. So war es eine nette Geste, dass der Chor Getränke, Plätzchen und Lebkuchen gratis reichte, um auch hier dem Anlass eines Vorweihnachtskonzertes Rechnung zu tragen Im zweiten Programmteil trug man unter anderem „Last Christmas“ und „O holy night“ vor, ehe zum Abschluss Chor und Publikum „Stille Nacht“ sangen.

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