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Unterbringung weiter in der Kritik

Unterbringung weiter in der Kritik

Man habe die eigenen Vorgaben einhalten können, sagte VHS-Leiter Willi-Günther Haßdenteufel bei der Mitgliederversammlung der VHS am Montag. Kritik gab's nur an den Räumen. OB Schneidewind machte diesbezüglich Hoffnung.

Nein, mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr hat Willi-Günther Haßdenteufel als Leiter der Volkshochschule Homburg wohl wirklich keinen Grund zur Klage. Das zumindest war das deutliche Signal der Mitgliederversammlung am Montagabend. "Wir hatten ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014. Ich bin stolz auf das Geleistete der Dozentinnen und Dozenten ." In Zahlen beschrieb Haßdenteufel diesen Erfolg so: "Wir haben im vergangenen Jahr insgesamt 260 Kurse angeboten. An diesen Kursen haben 2635 Bürgerinnen und Bürger aus Homburg und der nahen Umgebung teilgenommen. Damit haben wir unsere Vorgabe von zehn Teilnehmern pro Kurs eingehalten. Darauf sind wir stolz." Zudem habe man zusätzlich zum eigentlichen Angebot der Kurse auch 27 Einzelveranstaltung ausgerichtet, bei denen man 440 Teilnehmer habe begrüßen können. "Die meisten Kurse haben wir in Englisch angeboten." Ebenso so nachgefragt seien Italienisch und Französisch, einen leichten Rückgang habe es bei Spanisch gegeben. "Unser Sprachenangebot ist nach wie vor vielfältig. Und ich bin stolz darauf, dass wir über viele kompetente Lehrer verfügen, von denen etliche Muttersprachler sind."

Den Erfolg der Volkshochschule Homburg müsse man, verdeutlichte Haßdenteufel, auch vor dem Hintergrund einer steigenden Konkurrenz von Bildungsangeboten Dritter bewerten. "Es gibt in Homburg und im Saarpfalz-Kreis auch noch andere Bildungseinrichtungen. Und hier müssen wir im Wettbewerb Flagge zeigen und uns bewähren."

Dem erfolgreichen Geschäftsjahr entsprechend - und nach der Vorstellung des Kassenberichts durch Kassierer Ralph Marx - erfolgte folgerichtig die Entlastung des Vorstandes. Damit waren dann die ordentlichen Tagesordnungspunkte erledigt. Willi-Günther Haßdenteufel nutzte den offiziellen Anlass aber nicht nur für Regularien und Dank an die Dozenten . Vielmehr würdigte er nachdrücklich das Engagement von Christa Marx, ohne die der erfolgreiche Betrieb der VHS nicht denkbar sei.

"Betrieb" war dann auch das Stichwort für einen der wenigen "Klagepunkte" der Mitgliederversammlung. Denn: Immer noch ist man mit der räumlichen Unterbringung der VHS nicht wirklich glücklich. Sorgen bereitet den Verantwortlichen vor allem die Situation am Berufsbildungszentrum, der Paul-Weber-Schule. Hier berichteten sowohl Dozenten als auch Geschäftsführerin Marx von sinnfrei verschlossenen Sälen und Toiletten, die es an manchen Abenden schwierig machten, den Lehrbetrieb zu verwirklichen. Und natürlich war auch die Hohenburgschule als Wunschlösung für eine dauerhafte und komplette Unterbringung der VHS ein Thema am Montag. Hier stellte Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind als Mitglied des VHS-Vorstandes trotz der schwierigen Finanzlage in Aussicht, dass man sich den Wünschen der VHS annehmen werde. "Das wird aber nicht von heute auf morgen gehen."

Zum Thema:

Auf einen Blick Derzeit arbeitet die Volkshochschule Homburg am Angebot für das Jahr 2015/2016. Wer sich für eines der vielfältigen Bildungs- und Weiterbildungsangebot interessiert, der kann sich auf der Internetseite www.vhs.homburg.de eingehend informieren. Telefonisch steht die VHS-Geschäftsstelle mit Geschäftsführerin Christa Marx unter der Rufnummer (0 68 41) 10 11 06 für Rückfragen zur Verfügung, per E-Mail unter vhs@homburg.de. thw