Querbeet von Swing bis Funk

Die Bigband des saarländischen Polizeiorchesters spielte am Samstag beim Jazzfrühschoppen in Homburg. Zu hören war Crossover von Swingmusik bis hin zu Pop und Funk. Viele Besucher ließen sich das Konzert nicht entgehen.

Die Bigband des saarländischen Polizeiorchesters hatte am Samstag keine Mühe, das mehr als zahlreiche Publikum für sich zu gewinnen: Als offizieller Teil des Homburger Jazzfrühschoppens, aber auch als musikalische Begleitung der dritten Homburger "Artmosphäre (siehe ), bewegte sich die Formation um Polizeioberkommissar Rainer Dietrich, stellvertretender musikalischer Leiter des saarländischen Polizeiorchesters und Chef der Bigband, in Tönen zwischen den Welten.

"Es ist schon eine ganz besondere Atmosphäre, ein Teil der Artmosphäre zu sein. Man spürt das einfach", freute sich Dietrich vor allem mit Blick auf die Begeisterung der Zuhörer. Denen bot die Bigband ein "Programm querbeet, ein Crossover von Swingmusik bis hin zu Pop und Funk. Es ist eigentlich alles drin."

Dietrich führte am Samstag, und Kenner der Band konnten dies erwarten, nicht nur den Taktstock. Immer wieder griff er auch zum Mikrofon - so als er Udo Jürgens ' Klassiker "Ich war noch niemals in New York" zum Besten gab. Gefragt, was er denn lieber tun würde, singen oder dirigieren, zeigte sich Dietrich von beidem begeistert. "Ich mag beides gleichermaßen." Auch bei der Antwort auf die Frage, welche Musikrichtung ihm angesichts des Repertoires der Bigband ganz besonders am Herzen liegen, wollte sich der Band-Leader nicht festlegen. "Mir liegt alles, von der Volksmusik bis hin zum Rock."

Dass die Musiker in Uniform am Samstag weitaus mehr als nur die Freunde des Jazz ansprachen, verdeutlichten nicht zuletzt auch Tanzeinlagen, die Paare im "Schnittbereich" zwischen Jazzfrühschoppen und der angrenzenden Zone der Aussteller der Artmosphäre hinlegten.

Ohne Zweifel: Für wirklich fast jeden hatte das Orchester etwas im Notenköfferchen.

Zur erklärten Vielfalt der 20 - köpfigen Formation gehörte dabei außerdem auch ein Wechsel am Mikrofon: Sängerin Susanne Thewes sorgte mehr als einmal und stimmgewaltig für die weibliche Note des Vormittags.

Also alles gut? Wohl ja - und dieser Meinung war dann schließlich auch Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner : "Wenn man durch die Stadt geht, dann sieht man, dass die Menschen aus der Region nach Homburg kommen, um zu erleben, was hier los ist".

Homburgs Verwaltungschef macht so aus seiner Freude über die große Resonanz der Besucher auf die Kombination aus Jazzfrühschoppen und dritter "Artmosphäre" keinen Hehl. Schöner nutzte die große Anzahl von Besuchern auch als Chance, noch einmal das städtische Engagement, jährlich 50 000 Euro, für den Homburger Musiksommer mit Querbeat am Freitagabend und Jazzfrühschoppen am Samstagmorgen zu betonen.

Beim letzten Jazzfrühschoppen 2014 am kommenden Samstag wird sich dann final beweisen, ob die gemeinsamen Anstrengungen von Stadt und der Interessengemeinschaft Altstadt für einen erneut guten Ausklang des Homburger Musiksommers sorgen - dann stehen Wuppinger und l'Orchestre Europa auf der Bühne.