Ärger : Müll in der Stadt sorgt für Unmut

Ärger : Müll in der Stadt sorgt für Unmut

Homburg und der Müll – das ist eine alte Geschichte. Die Stadt räumt weg, was andere einfach in die Gegend werfen. Trotz allem sieht es an manchen Stellen nicht immer wirklich sauber aus. Das ärgert etwa einen Leser aus Kirrberg.

Wenn es um Sicherheit und Sauberkeit in einer Stadt geht, dann wird so mancher sehr sensibel. In Homburg kommt dieses Thema immer wieder auf, im Fokus steht dabei immer wieder auch die Innenstadt. In der Vergangenheit, oft nach entsprechenden Hinweisen und Beschwerden seitens der Bürgerschaft, bemühte sich die Stadt durch den verstärkten Einsatz von Mitarbeitern des Baubetriebshofes in der Innenstadt und an weiteren, neuralgischen Punkten im Stadtgebiet Abhilfe zu schaffen. Doch gibt es eben nicht nur die Bürger, die sich über den Zustand ihrer Stadt Sorgen machen, sondern auch die, denen das herzlich egal ist – und die ihren Müll einfach auch dort liegen lassen, wo er nicht hingehört – auf die Straße, in die Grünanlagen. Zu den schwierigen Bereich in der Stadt zählt dabei auch der Schlossberg. Dort kann man immer wieder feststellen, dass Besucher es nicht so genau nehmen mit der Sauberkeit – als einer der attraktivsten Orte der Stadt ist der Schlossberg eben aber auch stark frequentiert. Und wo viele Menschen sind, steigt auch das „wilde“ Müllaufkommen in der Regel deutlich an.

Aktuell bekam unsere Zeitung einen Hinweis darauf, dass es, aus Kirrberg kommend, im Bereich Waldbühne, Untere und Obere Allee und weiter in Richtung Innenstadt in Sachen Sauberkeit nicht zum Besten um die Stadt stehe – ein Leser unserer Zeitung hatte seinen Besuch durch die Stadt führen wollen und aus seiner Sicht deutlich zu viel Unrat im öffentlichen Raum festgestellt.

Mit seiner Klage wandte er sich an unsere Redaktion – und wir uns an Jürgen Kruthoff, den Pressesprecher der Stadt. „Wenn ein Einwohner Homburgs Besuch bekommt und diesem die schönen Stellen der Stadt zeigen möchte, ist es natürlich bedauerlich, wenn er aufgrund von Unsauberkeit und herumliegenden Müll seine Stadt nicht so präsentieren kann, wie es wünschenswert wäre.“

Zur konkreten Klage allerdings konnte Kruthoff die Bürgerbeschwerde nicht nachvollziehen: „In Bezug auf Ihre Anfrage zur mangelnden Sauberkeit im Bereich der Unteren und Oberen Allee und angrenzenden Bereichen in der Stadt habe ich mich mit zuständigen Stellen in Verbindung gesetzt. Die Nachfragen im Rathaus haben innerhalb der Stadtverwaltung aber bis auf kleinere Probleme in den genannten Bereichen ergeben, dass die Bereiche um den Rabenhorst, die Kraepelinstraße und auch die Untere und Obere Allee nicht zu den Gebieten in Homburg gehören, in denen wir ein Sauberkeitsdefizit haben. Uns liegen auch keine weiteren Hinweise oder gar Beschwerden für diese Bereiche vor.“ Selbst nach dem letzten Fußballspiel im Waldstadion habe es nur eine vereinzelte Beschwerde bezüglich der Becher gegeben, die dort herumliegen würden. „Auch bei regelmäßigen Kontrollfahrten ist unseren Kolleginnen und Kollegen nichts Besonderes aufgefallen.“

Tatsächlich, das erbrachte eine Recherche vor Ort, hält sich das Müllaufkommen zumindest im Bereich der Vorstadt gegenwärtig in Grenzen. Aber Unrat kommt und geht, was gestern noch sauber war, ist morgen schon wieder ein kleiner Müllplatz. Generell arbeite man, so Kruthoff, mit eigenen und externen Kräften an der Sauberkeit in Homburg und lasse sich diese Arbeit auch einiges kosten. „Doch gelingt es uns natürlich nicht immer, bei verstärkten Müllaufkommen an jeder Stelle unmittelbar zu reagieren. Da wir die Schwerpunkte kennen, können wir häufig rasch reagieren, doch ist die subjektive Wahrnehmung oft eine andere.“

Hilfreich wäre es für die Stadtverwaltung und den zuständigen Baubetriebshof auch, so der Pressesprecher, „wenn Bürgerinnen und Bürger Hinweise auf Müllablagerungen zunächst bei uns machen würden, dann können wir auch effektiver auf Missstände reagieren. Ich empfehle dafür die kostenlose Servicenummer (08 00) 6 64 24 00.“

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