Künstlerisches Schaffen überwindet Kultur- und Sprachbarrieren

Künstlerisches Schaffen überwindet Kultur- und Sprachbarrieren

Miteinander auf dem Weg“ nennt sich eine deutsch-syrische Künstlergruppe. In ihren Werken verarbeiten die Künstler ihre Erlebnisse von Krieg und Flucht, aber auch ihre Eindrücke von der neuen Heimat Deutschland.

Die Künstlerin Elvira Porn aus Saarlouis leistet seit Anfang des Jahres ihren ganz besonderen Beitrag zur Willkommenskultur: Sie öffnete die Pforten ihres Ateliers für vier Künstler aus Syrien, um mit ihnen Farben, Leinwände und Pinsel zu teilen und sich künstlerisch miteinander auszutauschen. Das Ergebnis dieser generationen- wie kulturübergreifenden Zusammenarbeit über alle Sprachbarrieren hinweg ist ab kommenden Mittwoch, 26. Oktober, im Frauen-Forum am Homburger Scheffelplatz 1 zu sehen, wie es in der Pressemitteilung der Kreisverwaltung heißt.

Das menschliche Miteinander und gemeinsame künstlerische Schaffen der vergangenen Monate hat den jungen Syrern geholfen, die Erlebnisse von Krieg und Flucht sowie dem Verlust der Heimat zu verarbeiten und ihre "gebrochenen Flügel" zu heilen. Die Ausstellung setzt sich auch mit den neuen Eindrücken in Deutschland und den kulturellen Unterschieden auseinander, was zum Beispiel die verschiedenen Rollen von Frauen in Syrien und Deutschland angeht.

Dass dieser Prozess noch längst nicht beendet ist, zeigt sich in dem programmatischen Namen, den die deutsch-syrische Künstlergruppe sich gegeben hat: "Miteinander auf dem Weg".

In ihrer aktuellen Ausstellung werden Werke von Elvira Porn, Bahzad Sulaiman, Mohammed Amin Ibrahem, Izat Ibrahem und Mohammed Deeb gezeigt. Hinzu kommen Werke der Syrerin Marwa Jamal, die mit der Gruppe im Austausch steht.

Die Vernissage, die vom Frauenbüro des Saarpfalz-Kreises und dem Verein "Frau und Gesellschaft" ausgerichtet wird, beginnt am Mittwoch, 26. Oktober, um 19 Uhr. Die Laudatio hält Irene Özbek, eine Homburger Pneumologin. Für die musikalische Umrahmung sorgt der deutsch-syrische Chor "An die Freude" unter Leitung von Osama Fathy. Er stellt ein weiteres Beispiel gelungener und gelebter Willkommenskultur in der Region dar. Bei einem kleinen Umtrunk besteht Gelegenheit zum Gespräch mit allen Beteiligten.