Jubiläum : Ein Fußballverein mit langer Geschichte

100 Jahre SC Union Homburg mit einem Festabend im Sportheim, mit vielen Glückwünschen und Ehrungen.

„100 Jahre SC Union Homburg“ heißt es in diesem Jahr. Ein stolzes Jubiläum, das der Verein nun in einem würdigen Rahmen im Vereinsheim auf seiner Sportanlage an der Zweibrücker Straße zu feiern wusste.

 Viele Gratulanten und Freunde kamen zum Festabend, um zum 100. Bestehen dem Sportclub ihre Glückwünsche zu überbringen. Im Auftrag des Saarländischen Fußballverbandes bedankte sich Karl-Heinz Hilpert beim SC Union Homburg für dessen unermüdlichen Einsatz für den Fußball. Für den Sport-Stadtverband gratulierte Stephan Hess. Kreisschiedsrichter-Obmann Klaus Weber und Schiedsrichter-Obmann Daniel Schmitz richteten ihre Grüße an den SC Union, ebenso wie für die Stadt der Sportbeigeordnete Eric Gouverneur.

 Vorsitzender Jürgen Hamm überließ seinem Stellvertreter Christian Bauer im Verlauf des Abends die Aufgabe, die 100-jährige Geschichte des SC den Gästen näher zu bringen. 1919 hatten fußballbegeisterte Bürger sich entschlossen, einen neuen Verein zu gründen.

Allein die Namensgebung führte zu einigen Schwierigkeiten. Der ursprünglich geplante Name „Homburg-Süd“ scheiterte am Einspruch des bestehenden „SV 08 Homburg“. Man einigte sich schließlich auf „SC Union Homburg“, ein Vereinsname, der zur damaligen Zeit nicht unüblich war und vom zuständigen Fußballverband genehmigt wurde.

 Trotzdem bestanden Schwierigkeiten seitens der Besatzungsmacht Frankreich, da nach Beendigung des Ersten Weltkrieges Zusammenkünfte und Spielbetrieb zunächst untersagt waren. Daher trainierten die Union-Spieler mit französischen Soldaten. Ein Spiel gegen eine französische Militärmannschaft brach den Bann, obwohl die Union dieses Freundschaftsspiel für sich entschied.

 Der erste Sportplatz wurde auf einem Wiesengrundstück an der Kirrberger Straße von den Mitgliedern des Vereins gebaut. Mit einer Mannschaft nahm man in der C-Klasse den Spielbetrieb auf.

Nach nicht einmal zwei Jahren musste der SC Union seinen Sportplatz an der Kirrberger Straße wieder räumen. Die Stadt Homburg hatte dieses Gebiet zum Bebauungsgebiet erklärt. Es folgte der Umzug an den Eckartweg, wo hinter dem Friedhof ein neuer Sportplatz entstand. Erfolgreich waren vor allem die Fußballer. Zweimal schaffte der Verein den Aufstieg bis in die A-Klasse. 1924 ließ man sich zu einer Fusion mit der Turngesellschaft Homburg überreden. Ein Jahr später war der SC Union Homburg wieder selbstständig. 1925 wurde auf dem heutigen Gelände des Waldstadions der nächste Sportplatz gebaut. 1929 wurde die Union wiederum ausgezählt und im Zuge der Gleichschaltung, wie übrigens auch die anderen Sportvereine, dem VFL angegliedert. Der damalige Platz ging erneut verloren.

Später folgte der Umzug auf ein Gelände auf dem Schlossberg, ehe man 1956 endlich an der Zweibrücker Straße ein Gelände zugeteilt bekam, wo der SC Union Homburg bis heute seine Heimat hat. Bis heute spielt man auf einem Hartplatz, während die Vereine in der Umgebung längst auf einem Rasen- oder Kunstrasenplatz ihren Spielbetrieb abhalten.

Nicht nur die Aktiven, sondern auch der  Nachwuchs erzielte Erfolge mit zwei Meisterschaften. Aus der Schülermannschaft des SC ging der später über die Grenzen des Saarlandes bekannte Spieler Kurt Clemens hervor, der von 1950 bis 1956 insgesamt 19 Spiele für die Nationalmannschaft des Saarlands absolvierte. Nach einer längeren Pause, bedingt durch den Zweiten Weltkrieg, nahm man beim SC Union Homburg den Spielbetrieb 1950 wieder auf. Die erste Mannschaft spielte weiter in den unteren Ligen von der C- bis zur A-Klasse.

1990 überraschte die erste Mannschaft mit dem zweiten Platz bei der Homburger Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Dank der finanziellen Hilfe der Stadt Homburg konnten immer wieder notwendige Renovierungsmaßnahmen für das Sportheim und das Sportgelände durchgeführt werden. Dabei waren viel Eigeninitiative und ehrenamtliches Engagement bei den Mitgliedern angesagt.

 Besonders bei diesem Mitgliedern, die ihren SC Union Homburg seit vielen Jahren unterstützen und fördern, bedankte sich der Vorstand mit Jürgen Hamm und Christian Bauer.