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Spielvereinigung Einöd feierte 100. Geburtstag

Vereinsjubiläum : In 100 Jahren zahlreiche schöne Erfolge

Die Spielvereinigung Einöd-Ingweiler blickte beim Festabend auf eine abwechslungsreiche Geschichte zurück.

100 Jahre alt wird die Spielvereinigung Einöd-Ingweiler in diesem Jahr. Ein stolzes Jubiläum, Grund genug also, viele Freunde und Mitglieder des Vereins zu einem Kommers in einem Festzelt auf dem Vereinsgelände einzuladen. Vorsitzender Wolfgang Brünnler freute sich über die zahlreichen Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft. Ortsvorsteher Karl Schuberth durchleuchtete in einem ausführlichen Vortrag die Geschichte der Spielvereinigung, die am 15. September 1919 mit der Gründungsversammlung des Fußballvereins „Schwalbe Einöd“, der späteren Spielvereinigung, in der Bahnhofswirtschaft begann (wir berichteten).

 Der Vortrag war mit vielen Bildern und jahrzehntealten Schnappschüssen umrahmt. Viele Gäste, die damals beim Jubiläumsverein aus Einöd dem runden Leder nachjagten, erkannten sich auf Mannschaftsfotos, die sich anlässlich verschiedener Meisterschaften in der Chronik  wiederfinden. Einiges zum Schmunzeln gab es auch. So zum Beispiel über die Spielkleidung des ersten existierenden Mannschaftsfotos aus dem Jahr 1920. Hier stellten sich die Einöder Fußballer dem Fotografen mit weiten weißen Shirts und einer weißen, längeren Sporthose mit einem schwarzen Gürtel darüber.
Schubert fand auch in der Geschichte zahlreiche heitere Episoden und berichtete vom Auf und Ab der Spielvereinigung durch die Spielklassen des saarländischen Fußballverbandes. Nicht vergessen wurden die Erfolge des Vereins in anderen Sportarten, wie zum Beispiel beim Volleyball oder Faustball und in der Leichtathletik.

Der Bau von Sportplätzen stand im Geschichtsbericht im Blickpunkt. Unmittelbar am Bruchberg, direkt unterhalb der heutigen Autobahn, entstand einst das Sportgelände. Aber nicht nur Fußball wurde auf dem Platz gespielt, sondern auch die Reiter des Reitvereins präsentierten sich, wie im Jahr 1951 bei einer Vorführung. Der nächste Meilenstein in der 100-jährigen Vereinsgeschichte ist der 19. Juni 1960, als der Verein auf seinem heutigen Gelände an der Karl-Leibrock-Straße seinen neuen Hartplatz einweihen konnte. Drei Jahre später war das neue Sportheim mit Duschen und Umkleidekabinen fertig. 2004 schließlich wurde der Kunstrasenplatz eingeweiht. „Endlich mussten unsere Fußballteams nicht mehr auf dem ungeliebten harten Untergrund spielen“, so Schuberth.
In seinem Grußwort fand Bürgermeister Michael Forster, „dass die Spielvereinigung Einöd zu Recht stolz auf das Geleistete in sportlicher, aber auch in gesellschaftlicher Hinsicht in den vergangenen 100 Jahren sein kann“. Es habe Höhen und Tiefen in der Vereinsgeschichte gegeben. „Dank der vielen ehrenamtlich tätigen Mitglieder und der unermütlich für den Verein tätigen Vorstände steht die Spielvereinigung Einöd mit ihrer schönen Sportanlage sehr gut da.“ Lobenswert sei die Jugendarbeit des Vereins zu nennen. „Hier leistet die Spielvereinigung mit ihren 575 Mitgliedern Hervorragendes.“ 158 Kinder und Jugendliche spielen zurzeit hier Fußball. Mehrmals sei der Verein, unter anderem durch die Sepp-Herberger-Stiftung 1984 und 2005 und durch die Egidius-Braun-Stiftung 2013 sowie später durch den SFV, für ihre Jugendarbeit ausgezeichnet worden, erinnerte der Bürgermeister weiter.  Landrat Theophil Gallo, die Vorsitzende des Stadtverbandes für Sport Homburg, Astrid Bonaventura, und Karl-Heinz Hilpert, der im Auftrag des saarländischen Fußballverbandes und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Ehrenurkunde zum 100-jährigen Bestehen an den Vorsitzenden Wolfgang Brünnler übergab, schlossen sich den Glückwünschen von Michael Forster an das „Geburtstagskind“ Spielvereinigung an.

 Karsten Reitnauer, sportlicher Leiter und Vorstandsmitglied, ehrte und beglückwünschte am Festabend die zweite Mannschaft für die Meisterschaft der abgelaufenen Saison 2018/19 in der Kreisliga A Saarpfalz und den damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga Homburg. Vorsitzender Brünnler übernahm anschließend gemeinsam mit Landrat  Gallo und Bürgermeister Forster die Ehrung von Mitgliedern mit besonders langer Treue zum Verein. Brünnler: „Insgesamt stünden 182 Ehrungen für 20 bis über 70 Jahre Mitgliedschaft an. Dies würde aber dann den Zeitramen des Festabends sprengen“. Beim Kommers hatte sich der Verein dann darauf beschränkt, Mitglieder für mindestens 60 Jahre Zugehörigkeit mit Vereinsnadel und Jubiläumswein auszuzeichnen. Brünnler: „Selbstverständlich bekommen auch die anderen Mitglieder ihre Urkunde nachgereicht“.