Benefizabend für die Levi-Kirche

Bexbach. Schön ist es allemal, etwas Gutes zu tun. Die Abendmusik des Bexbacher Schubertchors in der Levikirche am Sonntag Laetare war noch weit mehr. Sie war ein wirklicher Genuss für die Konzertbesucher in dem protestantischen Gotteshaus, und sie brachte dem Kirchenbauverein dringend benötigte Mittel für den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes

Bexbach. Schön ist es allemal, etwas Gutes zu tun. Die Abendmusik des Bexbacher Schubertchors in der Levikirche am Sonntag Laetare war noch weit mehr. Sie war ein wirklicher Genuss für die Konzertbesucher in dem protestantischen Gotteshaus, und sie brachte dem Kirchenbauverein dringend benötigte Mittel für den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes. Wolfgang Schupp war hoch erfreut darüber, dass in der protestantischen Kirche kein einziger Platz mehr frei war, als der Schubertchor mit A-Cappella-Gesängen in den Altarraum einzog. Sein Dank galt den Sängern und Instrumentalsolisten um Chormusikdirektor Paul O. Krick, der das Konzert auf gewohnt hohem Niveau einstudiert hatte. Alle Musikstücke von der Klassik bis zu neuen Bearbeitungen zu biblischen Themen orientierten sich am Leitgedanken des vorösterlichen Sonntags "Laetare". Paul O. Krick hatte stets darauf geachtet, dass der Bezug zum Leitspruch "Laudate omnes gentes, laudate dominum" mehr war als nur ein Motto, sondern ein roter Faden, der sich durch alle dargebotenen Stücke zog, das Lob Gottes in der Musik aller Epochen fühlbar werden ließ. Kein Wunder war es folglich, dass am Ende des Konzerts lang anhaltender Applaus die Sänger und Solisten belohnte, dass Wolfgang Schupp voll des Lobes war für ein hervorragendes Konzert, das der Chor als Geschenk für den Erhalt des Gotteshauses brachte und ein Genuss für die Besucher war. Vom Eingang mit Werken von Berthier, Ingegneri, Ophoven und Lotti leitete ein Intermezzo für Violine und Klavier zu Stücken aus der französischen Romantik über. Hier waren das "Cantique de Jean Racine" und "In paradisum deducant angeli" von Gabriel Fauré, dazwischen das Agnus von Georges Bizet, die eine ausgesprochen feierliche Stimmung in die Levikirche trugen. Passion und Auferstehung bestimmten die Wahl der Stücke nach der Pause. Das "Benedictus" von Joseph Haydn, dessen 200. Todesjahr gerade gedacht wird, war ein Auszug aus der Missa brevis. Ausdruck der Hoffnung durch den Glauben war Felix Mendelssohns "Beati mortui in Domino morientes". Dem ließ der Chor das gewaltige "Freude schöner Götterfunken" folgen, mit dem der Bezug hergestellt wurde zum 250. Geburtstag Friedrich Schillers und das Beethovens Neunte mit all ihrer Kraft klingen ließ. Das Kapitel Klassik klang mit Mozarts Rondo Allegro scherzando aus der zweiten "Aurnhammer-Sonate" aus. Texte aus dem Alten und dem Neuen Testament spannten mit ihren musikalischen Rahmen den zeitlichen Bogen zum Heute. Dabei hatte sich Paul O. Krick von neuzeitlichen, geistlichen Liedern, zuweilen aber auch von Gospels inspirieren lassen. smi