Wieder Brand in der Wellesweilerstraße in Neunkirchen

Feuer : Wieder Brand in der Wellesweilerstraße

Bereits zum dritten Mal innerhalb von eineinhalb Monaten brennt es in der Wellesweilerstraße in Neunkirchen. Im selben Haus. Das hat die Feuerwehr so auch noch nicht erlebt.

Nachdem es seit Mitte Februar bereits zwei Mal in einem Mehrfamilienhaus in der Wellesweilerstraße gebrannt hatte, brach nun in der Nacht zum Freitag, 29. März, ein Feuer außen am Gebäude aus. Aus noch unklaren Gründen waren vom letzten Feuer gerade mal zwei Tage zuvor beschädigte Möbelstücke, die vor dem Haus auf dem Gehweg standen, in Brand geraten. Durch ihr schnelles Eingreifen konnte die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen ein Übergreifen des Feuers auf das Gebäudeinnere verhindern.

Vor nur zwei Tagen, am Mittwochnachmittag, brannte eine der Wohnungen des Mehrfamilienhauses an der Ecke Wellesweiler- und Lisztstraße aus. Zum Löschen trugen Feuerwehrleute halb verbrannte Möbelstücke aus der Wohnung hinaus auf den Gehweg. Die dort auch noch in der Nacht auf Freitag stehenden Möbelreste fingen aus derzeit unbekannter Ursache erneut Feuer. Als das erste Löschfahrzeug der um 2.18 Uhr alarmierten Neunkircher Feuerwehr in der Wellesweilerstraße eintraf, schlugen meterhohe Flammen bis über das erste Obergeschoss hinaus an der Hausfassade hoch. Eines der Fenster der zwei Tage zuvor ausgebrannten Wohnung im Erdgeschoss war bereits in der Hitze des neuerlichen Feuers zerborsten, ein Fenster im ersten Stock stand kurz davor ebenfalls zu platzen und war schon rußgeschwärzt. „Durch das zerstörte Fenster bestand die akute Gefahr, dass die Flammen in das Gebäude hineinschlagen und sich der Brand unkontrolliert im Gebäudeinneren ausbreitet“, erläutert Feuerwehrsprecher Christopher Benkert. Die Hausbewohner waren bereits kurz vor Eintreffen der Feuerwehr durch die Besatzung eines Rettungswagens vor dem Feuer und dem in das Haus eindringenden Brandrauch ins Freie in Sicherheit gebracht worden.

Gleich von zwei Seiten aus griffen mit Atemschutzgeräten ausgestattete Feuerwehrtrupps den Brand an. Ein Zweierteam attackierte das Feuer umgehend auf dem kürzesten Weg von außen, während ein zweiter Trupp in das Gebäude eindrang, um den Brand von dort aus durch das kaputte Fenster heraus zu bekämpfen. Im Zusammenspiel der beiden Feuerwehrtrupps gelang es nicht nur den Brand erfolgreich zu bekämpfen, sondern auch ein Übergreifen auf das Haus selbst und seine Wohnungen zu verhindern. Um die großen Mengen Brandrauch, die in das Treppenhaus und auch teilweise in die Wohnungen eingedrungen war, aus dem Haus hinaus zu drücken, benötigte die Feuerwehr im Anschluss an die Brandbekämpfung gleich zwei spezielle Überdrucklüfter. Nachdem das Haus wieder komplett rauchfrei war, konnten alle Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Auch durch den nunmehr dritten Brand in dem Mehrfamilienhaus wurde niemand verletzt, es entstand aber erneut Sachschaden am Gebäude. Während die Feuerwehr gegen 3.20 Uhr ihren Einsatz beenden konnte, setzten Beamte der Polizei ihre schon im laufenden Einsatz eingeleiteten Ermittlungen zur Brandursache fort.

„Drei Mal in sechs Wochen wegen unterschiedlicher Brände zu ein und derselben Adresse ausrücken zu müssen, ist für uns ein sehr ungewöhnlicher Zufall“, resümiert Feuerwehrsprecher Christopher Benkert nach dem letzten Einsatz in der Wellesweilerstraße in der Nacht auf Freitag. Das erste Mal mussten die Neunkircher Feuerwehrleute in der Nacht des 15. Februar zu dem Mehrfamilienhaus ausrücken. „Das Feuer, wegen dem wir gerufen worden waren, war aber schon vor unserem Eintreffen von alleine erloschen“, erinnert sich Benkert. Ganz anders sah es am Mittwoch dieser Woche aus, als in dem Haus eine Wohnung im Erdgeschoss weitgehend ausbrannte. Die von diesem Brand übriggebliebenen Möbelreste waren nun Auslöser des bis jetzt letzten Einsatzes.

Beim Einsatz am Freitag waren 26 Feuerwehrangehörige mit sechs Fahrzeugen aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler sowie der Rettungswagen der Neunkircher Wehr im Einsatz. Auch die Polizei rücken zu dem Brand aus. Ihre Ermittlungen dauern zurzeit noch an.

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