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Hockey
Über 1000 Hockeyfreunde in Wiebelskirchen

Neunkirchen. Der Meister der weiblichen A-Jugend kommt aus Baden-Württemberg. Im Saarland hält der HTC Neunkirchen die Fahnen hoch. Von Lucas Jost

Aus Baden-Württemberg kommt der deutsche Meister der weiblichen A-Jugend im Hallenhockey. In einem umkämpften Finale setzte sich der Mannheimer HC mit 3:2 gegen den Club an der Alster aus Hamburg durch. Platz drei sicherte sich der Berliner HC im kleinen Finale. Pro Tag fanden am Wochenende je über 700 Hockey-Freunde den Weg in die Wiebelskircher Ohlenbachhalle.


Ein voller Erfolg. Nicht nur für den MHC, sondern auch für Ausrichter HTC Neunkirchen, der für die reibungslose Organisation viel Lob von allen Seiten einheimste und sogar weitere Turniere in Aussicht gestellt bekam. „Wir sind hochzufrieden. Die letzten zwei Wochen waren ziemlich heftig. Wenn es so erfolgreich ist, freut uns das natürlich doppelt“, bestätigt Peter Bäsel, Vorsitzender des HTC. Sein Verein stellte zwar keine Mannschaft für das Endrunden-Turnier, sichtlich zufrieden war er trotzdem. Eine Veranstaltung dieser Art sei wichtig für den Verein. „Der Name wird bekannt, wir können ein gewisses Renommee erreichen. Und das ist eine Gelegenheit, bei der man alle an einen Tisch bekommt. Der Zusammenhalt wächst.“

Entscheidend für einen Verein, der im Saarland praktisch die „Hockey-Diaspora“ bildet, aber eine sehr solide Nachwuchsarbeit betreibt. 120 Jugendspieler gibt es im Verein, gerade im weiblichen Bereich ist der HTC gut aufgestellt und spielt mit seinen Mannschaften in der Jugend-Oberliga, der höchsten Jugend-Spielklasse. Spielerinnen kommen teilweise aus Kaiserslautern, Landstuhl und Idar-Oberstein, nur um in Neunkirchen Hockey zu spielen. Doch der guten Arbeit sind Grenzen gesetzt, Nachwuchs zu finden, sei schwer. Bäsel: „Leute bekommst du, wenn du zum Beispiel einen guten Trainer hast. Das spricht sich herum.“ Doch ein hauptamtlicher Trainer sei teuer. Zu teuer für einen Verein, der sich vor allem über seine Mitgliederbeiträge finanziert. „Es gibt zu wenig Unterstützung von mittelständischen Unternehmen. Daran scheitert vieles“, beklagt der Vorsitzende. Seine Vision: einen Pool aus mittelständischen Unternehmen aufbauen, die sich monatlich mit einem kleinen Betrag engagieren – und keine Einzel-Abhängigkeit von einem finanzkräftigen Unterstützer. „Dann könnten wir einen hauptamtlichen Trainer engagieren. Aus unseren Möglichkeiten machen wir schon viel. Auch mit viel persönlichem Engagement. Aber wir wollen vor allem in die Nachwuchsförderung investieren. Das Ziel ist, im Jugendbereich aufzustocken.“